Filmfestival-Eröffnung
„Und sicher auch in 2015!“

Münster -

Das Filmfestival steht in diesem Jahr finanziell auf sehr wackeligen Beinen. Doch Oberbürgermeister Markus Lewe ließ bei der Eröffnung Optimismus walten, was die Fortführung angeht.

Donnerstag, 10.10.2013, 19:10 Uhr

Mit dem Film „Die Erfindung der Liebe“ wurde das Filmfestival im Cineplex eröffnet: (v. l. ) Produzent Herbert Schwering, Darstellerin Marie Rosa Tietjen, Regisseurin Lola Randl mit Sohn Alois und Darstellerin Mira Partecke.
Mit dem Film „Die Erfindung der Liebe“ wurde das Filmfestival im Cineplex eröffnet: (v. l. ) Produzent Herbert Schwering, Darstellerin Marie Rosa Tietjen, Regisseurin Lola Randl mit Sohn Alois und Darstellerin Mira Partecke. Foto: Oliver Werner

Dass es in Münster beim Filmfestival keinen roten Teppich gibt, ist nichts Neues. Braucht es auch nicht, wenn es nach Oberbürgermeister Markus Lewe geht. Ganz Münster ist seiner Meinung nach „ein roter Teppich“ und das Filmfestival ein unverzichtbarer Baustein im gedeihlichen Miteinander von Kulturen und Religionen. Dies gelte auch für 2015, bekräftigte der OB. Ein Statement, welches das Festival-Team um Leiterin Nicky Schulte gern gehört haben wird. Stand die Veranstaltung in diesem Jahr doch finanziell auf wackeligen Beinen.

Wie auch immer: Seit Mittwochabend läuft die 15. Ausgabe – die mit dem Eröffnungsfilm „Die Erfindung der Liebe“ begann. Produziert hat ihn Herbert Schwering, der seine Filmsporen bei der Filmwerkstatt erwarb. Und beim hiesigen Filmfestival – mit einem Unterschied: „Zu meinen Zeiten schaute noch kein Oberbürgermeister vorbei.“

109 lange und kurze Filme, „vielversprechende Positionen aus 21 Ländern“, stellte Nicky Schulte bis Sonntag in Aussicht. „Zeit“ ist das Thema, und deshalb lautete Schultes Bitte ans Publikum im gut gefüllten Kinosaal des Cineplex-Kinos auch: „Nehmen Sie sich Zeit!“ An Politik, ob Stadt, ob Land, und an mögliche Sponsoren richtete sie wiederum den Appell: „Wir hoffen, nach 33 Jahren, bedingt durch die derzeitige Situation, nicht zur Aufgabe gezwungen zu werden und wünschen uns frühzeitig 2015 eine gesicherte Grundlage.“

Der Rest des Abends gehörte dem Eröffnungsfilm. Was tun, wenn die Hauptdarstellerin stirbt? 2011 musste sich Regisseurin Lola Randl mit dieser Tragödie auseinandersetzen. Damals starb – mit 26 Jahren – Maria Kwiatkowsky, während des Drehs. Randl brach ab, startete ein Jahr später völlig neu: Aus dem Betrugsplot, in dem Kwiatkowsky als Schauspielschülerin eine Unternehmerin (Sunnyi Melles) hereinlegt, wird eine Film-im-Film-Geschichte, in der die Praktikantin die Hauptrolle übernimmt. Der Film reflektiert den Tod, das Spielen und vor allem: sich selbst. „Die Erfindung der Liebe“ eröffnete am Mittwoch den Spielfilmwettbewerb. Am Donnerstag (17.15 Uhr) wird er wiederholt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1968434?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F646285%2F1758611%2F2072645%2F
Nachrichten-Ticker