„Good morning fire eater“ im Gleis 22
Endlich: Das erste Album!

Münster -

Zu ihrer ersten Live-Show kamen drei Zuhörer. Am Samstag spielten sie vor gut 300 Gästen im ausverkauften Gleis 22. Dazwischen liegen für Good morning fire eater drei Jahre gemeinsamer Spaß an der Musik und nun die Veröffentlichung ihres ersten Albums „Die letzte Prinzessin vor der Autobahn“.

Dienstag, 22.10.2013, 11:10 Uhr

„Good morning fire eater“ aus Münster stellten am Wochenende ihr erstes Album live im Gleis 22 vor.
„Good morning fire eater“ aus Münster stellten am Wochenende ihr erstes Album live im Gleis 22 vor. Foto: Melissa Botella

„Wir wollen alle gleich viel“, sagt Gitarrist Phil Wilkens , „und freuen uns, dass wir menschlich und musikalisch so gut zusammenpassen.“ Dass nun das erste Album fertig ist, habe sie selbst überrascht. „Wir stecken uns eher kleinere Ziele und gucken von da aus weiter“, sagt Bassist Tim Reents .

Zusammengefunden haben sich die vier Musiker dank muensterbandnetz, dem Netzwerk für die lokale Musikszene. Tim (der als einziger nicht aus Münster kommt) hatte über eine Anzeige Phil kennengelernt, danach suchten die beiden dort Sänger und Schlagzeuger. Die fanden sie mit Fabio Balderi und Nils Grünefeld, die seit der Schulzeit zusammen Musik machen. „Nach unserer ersten Probe zu viert hatten wir gleich viele Ideen“, sagt Nils.

Auf die Frage, wie sie selbst ihre Musik beschreiben würden, meint Fabio, dass ihnen Label nicht so wichtig seien. „Post-Rock, Indie-Rock oder Synthie-Pop: Das mischt sich eh alles, uns ist eher die Art wichtig, wie wir die Musik spielen, also der Wechsel zwischen atmosphärischen und dynamisch-treibenden Parts“, sagt er. „Wir setzen bestimmte Stilelemente ein, aber dann suchen wir auch nach Variation“, ergänzt Nils. Als Vorbilder, auf die sie sich früh alle einigen konnten, zählen sie die Editors für atmosphärische Klänge, Bloc Party für Variationsvielfalt und Disco Ensemble für die treibenden Elemente auf.

Den Albumtitel „Die letzte Prinzessin vor der Autobahn“ könne man auf vielerlei Art lesen, meinen die vier, das könne das letzte Schöne vor einer langen anstrengenden Phase sein oder sich auf den Beginn einer Reise beziehen. „Wir wollten mit dem Album auch unsere Verbindung zu Münster ausdrücken“, sagt Fabio. Aus Münster treibe es viele Leute weiter, „für uns ist das anders, wir fühlen uns sehr wohl hier“, sagt Nils.

„Wir haben sehr viel Spaß mit der Band“, sind sie sich einig. In Münster hätten sie sich eine gute Fan-Basis erarbeitet, das nächste sei nun, die Bekanntheit weiter rauszutragen. „Eine kleine eigene Tour in der Umgebung oder als Support für eine andere Band wäre fein“, sagt er. Die Band sei ihnen persönlich als Ausgleich wichtig geworden, meint Nils. Und Fabio ergänzt: „Uns ist schon klar, dass niemand auf die nächste Indie-Band gewartet hat. Wir machen einfach unser Ding mit viel Spaß und Energie und schauen mal, was passiert.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1991313?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F646285%2F1758611%2F2072645%2F
So viele Schulden wie nie zuvor
Der Rat der Stadt Münster bei der Haushaltsberatung für 2019  Haushaltsberatungen im Rat der Stadt Münster: Der 1,24 Milliarden schwere Etat 2019 stand zur Abstimmung.
Nachrichten-Ticker