„Münster Music Days“ mit Stars der Weltmusik im neuen Konzertsaal „Cloud“
Offenes Haus für offene Ohren

Münster -

Mit gleich vier Stars der Weltmusik in einer Woche startet das neue Veranstalter-Trio „Sound Lake City“ sein erstes Festival: Vom 23. bis 29. Mai werden bei den „Münster Music Days“ Musiker aus acht Ländern in der „Cloud“ auf dem Germania Campus spielen: Aserbaidschan, Frankreich, Kamerun, Kuba, Portugal, Schweden, Tunesien und Deutschland.

Freitag, 11.04.2014, 17:04 Uhr

„Die Münster Music Days sollen wie ein offenes Haus sein, in dem man nicht nur gute Musik hören kann, sondern sich auch wohlfühlt. Und zwar nicht nur die Zuhörer, sondern auch die Musiker. Die sollen nicht nur ihr Konzert absolvieren, sondern auch zu Gast sein“, charakterisiert Soetkin Stiegemeier-Oehlen von „ Sound Lake City “ die neue Konzertreihe. Das Konzept hat anscheinend überzeugt. Denn für die vier Hauptkonzerte haben Musiker zugesagt, die normalerweise in großen Hallen und auf Festivals wie „Festval de Jazz de Montreal“ oder in den Philharmonien dieser Welt auftreten. „Was alle gemeinsam haben: Sie sind in ihrer Kultur verwurzelt und singen alle in ihrer eigenen Sprache“, so Stiegemeier-Oehlen. Und alle sind zum ersten Mal in Münster zu hören.► Zum Auftakt am 23. Mai gibt es als „gastgeberische Geste“ im Vorprogramm „Jazz d’Oriental“ vom münsterischen Duo „Sonetta“ mit Sebastian Netta aus Münster und Sona Jafarova aus Aserbaidschan. Anschließend tritt mit Cristina Branco eine Portugiesin des neuen Fado auf. Branco versteht sich als eine Sängerin, die auch Fado singt. Charakteristisch: Bei ihr ist Fado nicht mehr nur traurig, sie singt ihn mit einem Lächeln auf den Lippen.► Richard Bona hat sich als Kind in seinem Dorf in Kamerun die Instrumente selber gebaut. 2008 gab der Bassist, Sänger und Songwriter mit Bobby McFerrin beim North Sea Jazz Festival in Rotterdam ein Konzert. In Münsters „Claud“ wird ihn am 24. Mai sein Freund, der Gitarrist Sylvain Luc, begleiten. Zu hören sein wird Weltmusik und Jazz, aber in jedem Fall alles sehr afrikanisch.► Das Tingvall Trio besteht aus dem Pianisten und Komponisten Martin Tingvall (Schweden), dem Bassisten Omar Rodriguez Calvo (Kuba) und dem Drummer Jürgen Spiegel (Hamburg). Die Drei spielen am 25. Mai Jazz, der auch rockig werden kann. Zu jedem Stück erzählt Tingvall in seinem gebrochenen Deutsch eine Geschichte, und die hört man dann anschließend auch.► Mit dem Tunesier Dhafer Youssef ist am 28. Mai ein Sänger mit seiner Oud (arabische Kurzhalslaute) zu hören. Der ehemalige Tellerwäscher aus Graz füllt inzwischen Konzertsäle rund um die Welt, komponiert sphärische Musik und interpretiert sie auch mit seiner ungewöhnliche Stimme, die es im Duett mit einer Klarinette aufnehmen kann.

Soetkin Stiegemeier-Oehlen, Andreas Steinke und Burkhard Wiesbrock von „Sound Lake City“ (Wolfgang Weigel ist inzwischen nicht mehr dabei) hoffen, dass dieses hochkarätige Jazz/Weltmusik-Festival angenommen und damit nicht das letzte sein wird.

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Karten für das Festival gibt es ab sofort im WN-Ticket-Shop am Prinzipalmarkt oder WN/Eventim-Tickethotline: ✆ 018 06 / 57 00 67. 

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