Jörg Tacke gestaltet Kunstdrucke für Bundesliga und DFB
Künstler mit Fußball im Kopf

Münster -

Jörg Tacke sitzt in diesen Tagen als Künstler auf heißen Kohlen. Denn es ist DFB-Pokalhalbfinale. Dabei interessiert ihn sportlich der Ausgang auch. Aber besonders will er aus künstlerischen Gründen wissen, wer am 17. Mai ins Finale kommt. Denn für dieses Ereignis erstellt er im Auftrag des Deutschen Fußballbundes (DFB) einen Kunstdruck.

Dienstag, 15.04.2014, 19:04 Uhr

Jörg Tacke entwirft Kunstdrucke für Bundesliga-Vereine wie Bayern München oder Dortmund sowie für den Deutschen Fußball-Bund.
Jörg Tacke entwirft Kunstdrucke für Bundesliga-Vereine wie Bayern München oder Dortmund sowie für den Deutschen Fußball-Bund. Foto: Gerhard H. Kock

Angefangen habe alles mit „Nobby“ Dickel . Den legendären Dortmunder Spieler und Stadionsprecher hat Tacke 2005 angerufen, ob er mit einer Druckgrafik vorbeikommen dürfen. Tacke durfte, und Dickel sagte: „Das ist was!“ Tacke hatte ihm ein Blatt gezeigt, das die emotionale Seite des Fußballs versinbildlicht. Daraus ist ein Konzept für limitierte Kunstdrucke geworden, die in einer Trilogie jeweils die Stadt oder Region, die Fans und ihre Liebe sowie die Erfolge und Mythen eines Vereins verdichten – bei Bayern eben Münchens Silhouette, das Meer von Fahnen und auf dem dritten Bild die Erfolge mit dem historischen Triple im vorigen Jahr.

Den künstlerischen Zugang dieser „kommunikativen Collagen“ zum Verein haben mittlerweile auch andere Bundesligisten wie HSV , VfB Stuttgart, Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf, Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln schätzen gelernt. Die Kölner haben jetzt sogar eine dritte Edition in Auftrag gegeben. „Die sind schon verrückt“, findet Tacke.

Die größte Freude hat ihm natürlich der Auftrag des DFB gemacht. Die Teile der Trilogie tragen die Titel „Freiheit“, „Leidenschaft“ und „Motivation“ sowie ein Zitat von Sepp Herberger: „Das Tor steht in der Mitte.“ Auf dem Plakat ist das Brandenburger Tor zu sehen. So finden Sport und Geschichte unmittelbar zueinander.

Druckkunst für Ballkünstler

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  • Der Münsteraner Jörg Tacke gestaltet für Bundesliga-Vereine und den Deutschen Fußballbund Kunstdrucke, die Architektur, Mythos und Historie des Sports versinnbildlichen. Foto: Gerhard H. Kock
  • Der Münsteraner Jörg Tacke gestaltet für Bundesliga-Vereine und den Deutschen Fußballbund Kunstdrucke, die Architektur, Mythos und Historie des Sports versinnbildlichen. Foto: Gerhard H. Kock
  • Der Münsteraner Jörg Tacke gestaltet für Bundesliga-Vereine und den Deutschen Fußballbund Kunstdrucke, die Architektur, Mythos und Historie des Sports versinnbildlichen. Foto: Gerhard H. Kock
  • Der Münsteraner Jörg Tacke gestaltet für Bundesliga-Vereine und den Deutschen Fußballbund Kunstdrucke, die Architektur, Mythos und Historie des Sports versinnbildlichen. Foto: Gerhard H. Kock
  • Der Münsteraner Jörg Tacke gestaltet für Bundesliga-Vereine und den Deutschen Fußballbund Kunstdrucke, die Architektur, Mythos und Historie des Sports versinnbildlichen. Foto: Gerhard H. Kock
  • Der Münsteraner Jörg Tacke gestaltet für Bundesliga-Vereine und den Deutschen Fußballbund Kunstdrucke, die Architektur, Mythos und Historie des Sports versinnbildlichen. Foto: Gerhard H. Kock
  • Der Münsteraner Jörg Tacke gestaltet für Bundesliga-Vereine und den Deutschen Fußballbund Kunstdrucke, die Architektur, Mythos und Historie des Sports versinnbildlichen. Foto: Gerhard H. Kock
  • Der Münsteraner Jörg Tacke gestaltet für Bundesliga-Vereine und den Deutschen Fußballbund Kunstdrucke, die Architektur, Mythos und Historie des Sports versinnbildlichen. Foto: Gerhard H. Kock

„Jeder Nationalspieler hat eine Arbeit geschenkt bekommen. Diese Wertschätzung durch den DFB hat mich sehr gefreut.“ Und auch der „Kaiser“ hat einen echten Tacke zu Hause. „Der DFB hat Franz Beckenbauer ein Bild von mir geschenkt.“ Als Dankeschön, dass Dortmund ein Austragungsort der Weltmeisterschaft 2006 war. Mit dem Auftrag für den Kunstdruck zum Pokalendspiel hat der DFB beim Stipendiaten der münsterischen Aldegrever-Gesellschaft ein weiteres „Sammlerstück“ in Auftrag gegeben,

Tacke selbst betreibt „Fan-Sport“, wie er das nennt. Damit meint er den Besuch im Stadion, wo er mit anderen 90 Minuten lang körperlich und emotional in Dauerbewegung ist. In seiner Jugend hat der Münsteraner beim VfL Rhede gespielt, immerhin in der Niederhein-Liga. „Ich war Mittelstürmer“, betont Tacke und ergänzt lachend: „Immer Kopfarbeit. Auch damals habe ich schon viel mit dem Kopf gearbeitet, wenn es um Fußball geht.“

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