Sebastian Osterhaus hat ein Atelier in der Fresnostraße bezogen
Seit’ an Seit’ mit Gerhard Richter

Münster -

„Ich dachte, dass wäre ein studentisches Projekt“, erinnert sich Sebastian Osterhaus. Doch am Ende befand sich der junge Maler Seit’ an Seit’ mit Gerhard Richter, dessen Bilder zu den teuersten überhaupt zählen. Beide Männer haben etwas gemeinsam: ihre Leidenschaft für Malerei und Dresden. Dort wurde Richter geboren, dort hat Osterhaus studiert. Und so kamen die beiden zusammen . . .

Freitag, 08.08.2014, 09:08 Uhr

Traum-Frauen: Sebastian Osterhaus verbindet malerisch Street-Art-Elemente und Konstruktivismus für seine atmosphärischen Mischwesen.
Traum-Frauen: Sebastian Osterhaus verbindet malerisch Street-Art-Elemente und Konstruktivismus für seine atmosphärischen Mischwesen. Foto: Gerhard H. Kock

Zum 250. Jahrestag der Hochschule für bildende Künste Dresden sollte ein Künstlerbuch mit 56 Originalgrafiken entstehen. Sebastian Osterhaus hat sich beworben, wurde genommen. Richter musste sich sicher nicht bewerben. Steuerte aber die Druckgrafik „Elbe 1764“ bei. Das Datum zielt auf das Gründungsdatum Kunsthochschule. Ein paar Seiten vorher ist die Arbeit von Osterhaus zu sehen: „250 zu 25 zu 1“. Es ist eine Collage, die aus 250 Fotografien der Hochschule besteht, die der Maler erst auf zehn Collagen und schließlich auf eine einzige Collage verdichtete. Entstanden ist ein mysteriös dichtes Bild, das im Nebel von Braun und Schwarz Strukturen der Architektur der Dresdener Hochschule erahnen lässt und eine Traumatmosphäre verbreitet, die zum Werk von Sebastian Osterhaus passt.

750 Euro kostete das Künstlerbuch mit einer Auflage von 112 Exemplaren, die längst vergriffen sind. Ein Belegexemplar befindet sich im Besitz von Osterhaus, der seit Kurzem sein Atelier beim Förderverein Aktuelle Kunst an der Fresnostraße bezogen hat. Der 32-Jährige wohnt nach wie vor in Osnabrück. „Mein Professor hat zu mir gesagt, wenn du nichts werden willst, gehst Du nach Berlin.“ In Münster war er immerhin schon 2008 beim Westfälischen Kunstverein zu sehen.

Der 1981 in Ibbenbüren geborene Maler mischt Mensch und Tier zu Chimären, die Stimmungen beschreiben, Wesenszüge des Menschen mit denen des Tieres verbinden. Osterhaus wurde zunächst am Berufskolleg Adolph-Kolping-Schule zum Gestaltungstechnischen Assistenten ausgebildet, studierte in Osnabrück Kunst, Kunstpädagogik und Kunstgeschichte, um schließlich in Dresden bei Prof. Peter Bömmels Kunst zu studieren. In Münster war er nicht angenommen wordne. „Ich wollte aber wieder in die Region zurück.“ So pendelt er jetzt über die A1, weil Wohnungen in Münster zu teuer sind. Für Ausstellungen für das Jahr 2015 ist Sebastian Osterhaus bereits komplett ausgebucht. Der junge Maler aus Münster ist gefragt. Dabei hat sein Buch mit Gerhard Richter sicher nicht geschadet . . . 

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