Vom Glück der Blumen und den Tränen der Liebe
Jean-Claude und Christiane Séférian präsentierten Chansons in der Gartenakademie

Münster -

Ein ungewöhnliches Konzert mit Jean-Claude Séférian unter dem Titel „L‘’mour, c’est comme une fleur“ gab es am Freitag in der Schrebergartenanlage an der Langemarckstraße. Dort wo seit acht Jahren bei der „Freien Gartenakademie“ Kultur wächst, geht es in diesem Jahr um „La vie, la cie et le jardin“ und als musikalischer Botschafter Frankreichs ist wohl keiner besser geeignet, französische Lebensart zu präsentieren, als der sympathische Sänger und Pianist. Begleitet wurde er am Klavier auf seinem musikalischen Streifzug von seiner Frau Christiane, die mit versierter Kunstfertigkeit seiner Stimme den facettenreichen instrumentalen Boden bereitete.

Sonntag, 17.08.2014, 18:08 Uhr

Christiane Rieger-Séférian und ihr Mann Jean-Claude brachten ein Stück Frankreich in Wilm Weppelmanns Garten.
Christiane Rieger-Séférian und ihr Mann Jean-Claude brachten ein Stück Frankreich in Wilm Weppelmanns Garten. Foto: ae

Im Kleingarten von Wilm Weppelmann ließ man sich von dem intimen Ambiente einfangen, für die beiden Musiker auf der improvisatorischen Bühne über dem Gartenteich und ihre über 80 Besucher wurde dieser Abend zu einem faszinierenden Erlebnis. Im ersten Teil ließ Séférian in charmanter Art mit „La ballade du concours de Blois “ und „Le roi a fait battre tambour“ aus dem 15. und 16. Jahrhundert längst vergangene Zeiten wieder lebendig werden. Gleich in mehrere Charaktere schlüpfte er bei den Liebeserzählungen bei „Ma grand-mère“ und romantische Gefühle im Überschwang gab es bei „Le temps des cerises“. Vom Duft der Blumen sowie glücklichen und verschmähten Lieben handelten die Chansons, die Jean-Claude Séférian extra für dieses Konzert zusammengestellt hatte. Lediglich die Violine seiner Frau quittierte die hohe Luftfeuchtigkeit unter dem Zeltdach mit leichter Verstimmung, ansonsten ließ man sich bereitwillig von der warm timbrierten Stimme des Meisters des Chanson einfangen.

Mit fortschreitender Zeit näherte sich Jean-Claude Séférian von der Auswahl der Lieder immer mehr der Welt von Aznavour, Bécaud, Brel, Moustaki und Piaf. Mit seinem Melodienstrauß aus „La bohème“, „ Paris canaille“, „Madeleine“, „La vie en rose“ riss er jeden mit, schenkte dem begeisterten Publikum ein inspirierendes Musikerlebnis. Selbst das Wetter ließ sich besänftigen, wenn Jean-Claude Séférian mit „J’ai chanté“ und „Nathalie“ die Herzen berührte. Mit einem französisch-deutschen „Sag mir, wo die Blumen sind“ endete ein stimmungsvoller Abend.

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