Neues Album erscheint am 24. Oktober
Götz Alsmann schwärmt vom Broadway

Münster -

Das neue Album entstand in der Brutkammer des klassischen Jazzschlagers: in New York, am Broadway. Im ältesten Studio der Stadt nahmen Götz Alsmann und seine Band 18 Standards aus der goldenen Zeit des Musicals auf – mit alten Übersetzungen und neuen Arrangements.

Freitag, 17.10.2014, 17:10 Uhr

Schnappschuss in der New Yorker U-Bahn: Götz Alsmann schmiegt sich vertrauensvoll an seinen Produzenten Régis Ceccarelli.
Schnappschuss in der New Yorker U-Bahn: Götz Alsmann schmiegt sich vertrauensvoll an seinen Produzenten Régis Ceccarelli. Foto: Blue Note

Was kann nach Paris noch kommen? London wäre naheliegend. Aber London ist die Stadt des Beat und nicht des Jazz, mithin nur bedingt Alsmann-tauglich. Deshalb führt Götz Alsmanns neues Album ohne Umschweife in die Brutkammer des klassischen Jazzschlagers : nach New York , zum Broadway . Am 24. Oktober kommt „Götz Alsmann am Broadway“ heraus.

Die Ähnlichkeit zum vorangegangenen Erfolgsalbum „Götz Alsmann in Paris“ ist auf den ersten Blick natürlich groß: Auch diesmal handelt es sich um eine Hommage an eine große Musiktradition, und auch diesmal wurde die Sammlung liebevoll aufpolierter Standards gleich an Ort und Stelle aufgenommen. Im „Sear Sound Studio“, dem ältesten der Stadt, John Lennons legendärem Lieblingsarbeitsplatz nahe dem Times Square.

Götz Alsmann kann stundenlang vom „genius loci“ schwärmen, von den Dutzenden historischer Mikrofone und antiker Hammond-Orgeln, von den versteinerten Kakteen, von der Tatsache, dass er sich mit Yoko Ono und Paul Simon die Klinke in die Hand gegeben hat. Noch wichtiger war ihm allerdings der Umstand, dass in diesem Studio Profis arbeiten, die fast jedes musikalische Problem schon gelöst hatten, bevor er die passenden englischen Sätze geschliffen hätte ausformulieren können. „Paris“-Produzent Régis Ceccarelli betreute auch diese Produktion.

Doch es gibt Unterschiede. „New York hat nicht das Flair, das man in dieser Musik sucht“, sagt Götz Alsmann, „den Broadway, wie wir ihn uns vorstellen, gibt es nicht mehr.“ Deshalb ist anders als in „Paris“ kein musikalisches Stadtporträt entstanden, sondern eine liebevolle Erinnerung an die große Zeit des Broadway, an die Musicals der 30er bis 50er Jahre, an die Musik von Jerome Kern, Cole Porter George Gershwin und Frederick Loewe, an das „American Songbook“. Das älteste Stück ist die Ballade „Yesterdays“ (Einsamkeit) von 1933, das jüngste der melancholische Walzer „My Favo­rite Things“ (Meine kleinen Schwächen) aus dem Rodgers-und-Hammerstein-Musical „The Sound of Music“ von 1959.

Götz Alsmann misst sich in den 18 Nummern mit legendären Interpreten wie Frank Sinatra, Nat King Cole, Peggy Lee oder Elvis Presley. Er hält dem Vergleich locker stand. Zum einen, weil er die konkurrenzlosen deutschen Übersetzungen singt (historische Originale, nur das Eröffnungsstück „Broadway“ musste er selbst übersetzen). Zum anderen, weil er dem Ganzen einige seiner feinsten Arrangements hat angedeihen lassen – und seine Band-Kollegen Altfrid Maria Sicking, Michael Ottomar Müller, Markus Paßlick und Rudi Marhold sich nach fünf Tagen am Big Apple selbst übertreffen. Das Album klingt etwas luftiger als sein Vorgänger – sehr witzig, sehr cool, sehr elegant.

Die Tournee mit über 200 Konzert-Terminen hat mit einigen öffentlichen Generalproben inoffiziell schon längst begonnen. Amtlicher Auftakt ist jedoch das Konzert am 7. November im Dortmunder Konzerthaus.

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