Festival „Münster Vocal“
Furios vorgetragene Ohrwürmer

Münster Bester Laune begrüßte A-cappella-Urgestein Thilo Beckmann die zahlreichen „Pop-Chor“-Fans am Samstagabend in der nahezu voll besetzten Schloss-Aula. Das gefeierte Teilnehmer- und Dozentenkonzert war der Höhepunkt des neuen, zweitägigen Festivals „Münster Vocal“. Zusätzlich gab es am gesamten Wochenende eine Fülle von Workshops in der Musikhochschule.

Sonntag, 14.12.2014, 19:12 Uhr

Die 22 Mitglieder des „Fantast Artist Voices“-Chor eröffneten das Konzert mit einem furios vorgetragenen Arrangement des „Ich und ich”-Ohrwurms „Stark“. Chorleiter Frank Oldengott, zugleich einer der Initiatoren, hatte den Song eingerichtet. Zahlreiche weitere Hits von Sting bis U2 folgten im gut halbstündigen Programm der Sänger.

Cayenne “, ein fünfköpfiges, mit professionellen weiblichen Stimmen besetztes A-Cappella-Ensemble aus Dortmund, folgte mit einer großartigen Show aus stilistisch unterschiedlichen Stücken. Auf die lyrische norwegische Ballade „Bruremarsj fra Sørfold“ folgte bald der fetzige Evergreen „Fever“. In der Pause rissen sich Zuschauer um die neue Cayenne-CD.

Mit einem Medley aus Phil Collins’ „Another Day in Paradise“ und Michael Jacksons „Man in the Mirror“ begannen die beiden Musikhochschuldozenten Indra Tedjasukmana und Simon Dye die zweite Konzerthälfte. Tedjasukmana brillierte mit hochvirtuosen, größtenteils sogar mehrstimmig gesungenen Basslinien, zu denen er sogar noch zusätzliche „Vocal-Drums“ produzierte. Perfekt glänzte dazu Dyes Soulstimme.

Der „Popchor Münster “ trat in einer kleineren Besetzung als den üblichen gut 60 Sängern an. Im Konzert sorgten 14 starke Sängerinnen und Sänger mit Hits wie „Working on a Groovy Thing” für Jubelstürme.

Manchmal entwickeln sich interessante Dinge aus zufälligen Begebenheiten. „Ursprünglich hatten Mitglieder des ,Fantast Artist‘- Chors die Idee, einmal bei der bekannten A-cappella Formation ,Maybe Bob‘ nachzufragen, ob zusätzlich zu deren Konzert am Sonntagabend in der Halle Münsterland vielleicht auch noch ein Workshop für Pop-Chorsänger möglich wäre.“ Oliver Gies, Gründungsmitglied von „Maybe Bob“, war als Workshopdozent sofort dabei. Mit dem Choreografen Vincius, dem Arrangeur und Chorleiter Frank Oldengott sowie Tedjasukmana und Dye konnte schnell ein renommiertes Dozententeam komplettiert werden.

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