Lustige Leute an der Hansibar
Fritteuse mit Lebenshilfe

Münster -

Nach 30 Jahren Dienst an der Fritteuse will Kioskwirtin Penny die Currywurst mit Pommes in ihrer „Hansibar“ an der Autobahn endlich an den Nagel hängen. Doch das motorisierte Volk aus Ost und West, das kurz nach der Wende bei ihr vorfährt, benötigt Lebenshilfe von der patenten Wirtin – so die Ausgangslage im satirischen Zweiakter „Currywurst mit Pommes“ von Frank Pinkus und Nick Walsh, der am Samstagabend im Pfarrer-Eltrop-Heim Premiere hatte.

Sonntag, 29.03.2015, 16:03 Uhr

Picknick vor dem Kiosk: Wirtin Penny (Ingrid Wrede-Evels, hinten) und die Ossi-Familie (v. l. Gaby Eickelpasch, Frank Ruhkamp, Daniel Pecnik).
Picknick vor dem Kiosk: Wirtin Penny (Ingrid Wrede-Evels, hinten) und die Ossi-Familie (v. l. Gaby Eickelpasch, Frank Ruhkamp, Daniel Pecnik). Foto: reg

Die Zuschauer im voll besetzten Saal hatten stilecht mit Currywurst, Nüsschen und Bier an Tischreihen Platz genommen, um das bunte Leben vor der HansiBar auf sich wirken zu lassen. Regie führte Beate Ruhkamp.

Seit Januar hatte die Amateurbühne Münster-Ost geprobt, um 13 Darsteller in über 60 Rollen am Kiosk von Wirtin Penny (Ingrid Wrede-Evels) vorbeizuschicken. Im Akkord wurden Kostüme und Perücken gewechselt, mussten Akzente getauscht werden, um die ganze breite Farbpalette menschlicher Reisegemeinschaften aufzubieten.

Optisch stach mit blonder Manni-Mähne der „schöne Harry“ heraus, liebestoller Manta-Fahrer mit Plauze, dem die eine Blondine so recht ist wie die andere. Ein Frauentrio, zwei Motorradfahrer auf dem Weg in die Toskana , drei Nonnen auf Papstbesuch und eine sächsische Familie mit Picknickdecke machten ebenfalls Halt an Penny’s Fritteuse mit eingebauter Lebenshilfe, wo die Lehre vom Determinismus in die Kioskarbeit einfließt, wie die Wirtin Fernfahrer Schorsch und seinen Kumpel Diedi wissen lässt.

Und weil der Weg und nicht das Ziel zählt, müssen alle im zweiten Akt, auf dem Rückweg ihrer Reise, wieder bei Penny vorbei – und ihr Leben möglichst in Ordnung bringen, falls nötig.

Über 160 Mitglieder zählt die Amateurbühne Münster Ost. Zwei von ihnen wurden zum Premierenabend besonders geehrt. Friedhelm Ruhkamp erhielt die Ehrennadel des deutschen Amateurtheaters für 60 Jahre Amateur-Theater. Sabine Peters wurde für 25 Jahre Laientheaterspiel geehrt.

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Weitere Vorstellungen: Sonntags, 12. April und 3. Mai jeweils um 17 Uhr. Samstags, 18. April und 9. Mai um 20 Uhr. Eintritt 9,50 Euro.

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