Kammerchor der Universität sang in der Observantenkirche
Konzert der Spitzenklasse

Münster -

Der Kammerchor der Universität unter der Leitung von Ellen Beinert sang beim Observantenkonzert in der Universitätskirche überragend. Abwechslung bescherte die ebenfalls bestens aufgelegte Fagottistin Reingard Sirotek, die gemeinsam mit Beinert an der Orgel das Chorprogramm immer wieder mit Instrumentalmusik ergänzte.

Mittwoch, 13.05.2015, 13:05 Uhr

Der Kammerchor der Universität gab in der Observantenkirhe ein Konzert
Der Kammerchor der Universität gab in der Observantenkirche ein Konzert. Foto: Ulrich Coppel

Zu Beginn erklang Johann Ludwig Bachs Motette „Das ist meine Freude“. Die zahlreichen Melismen und typische barocktypische Kontrapunktik gestaltete der Chor mit frühlingshafter Beschwingtheit. Die teils an die Grenzen der Tonalität gehenden Facetten in Josef Swiders „Pater noster“ („Vater unser“) waren für den Universitätschor genauso wenig ein Problem, wie die riesigen Intervallsprünge und verschachtelte Chromatik des großen Werkes.

Mit Telemanns „Sonate in e“, welche Sirotek und Beinert stilsicher und mit feinem Ton interpretierten, erklang das erste von drei Programmpunkten mit Instrumentalmusik . Vielleicht hätte man sich im abschließenden „Vivace“ der barocken Sonate im Tempo ein wenig deutlicher vom vorher dargebotenen „Allegro“ unterscheiden können. Doch mit Théodore Dubois romantischem „ Canon “ und Georg ter Voerts zeitgenössischem „Thema und 4 Variationen“ waren programmliche Kon­traste gesetzt. In der perfekten dynamischen Balance der Stimmen des Madrigalchores wirkte William Byrds schlanke, modale Madrigaltechnik seines „Laudibus in sanctis Domino“ als reinster Jungbrunnen.

Mit László Halmos „Jubilate Deo“, Damian Mocnik „The Beatitudes“ und Z. Randall Stroopes „The Conversion ouf Saul“ (Die Bekehrung des Saulus) erklangen anspruchsvolle, jedoch technisch sehr unterschiedliche Chorwerke des 20. und 21. Jahrhunderts.

Der Kammerchor der Universität unter der Leitung von Ellen Beinert bot ein sehr abwechslungsreiches Programm, das durch Reingard Sirotek Oboenkunst nochmals bereichert wurde. Ohne jeden Zweifel war dies ein Ausnahmekonzert der Spitzenklasse.

Einziger Wermutstropfen war ein lange und laut klingelndes Handy . . .

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