„Mendelssohn Quartett“ begeistert in der Kulturfläche im Kristall
Antonin Dvořák und der Blues

Münster -

Das Mendelssohn Quartett hat in Münster einen sehr guten Ruf. Die gut 100 Plätze in der „Kulturfläche im Kristall“ im neuen Gebäude der Hauptverwaltung der LVM reichten bei dessen Matinée am Sonntagmittag bei weitem nicht aus, so groß war der Zuschauerandrang.

Sonntag, 28.06.2015, 16:06 Uhr

Das „Mendelssohn Quartett“ mit (v. l.) Mihai Ionescu, Stefan Marx (Violinen) , Chul-Geun Park (Violoncello) und Andreas Denhoff (Bratsche).
Das „Mendelssohn Quartett“ mit (v. l.) Mihai Ionescu, Stefan Marx (Violinen) , Chul-Geun Park (Violoncello) und Andreas Denhoff (Bratsche). Foto: Ulrich Coppel

Nach einführenden Worten der LVM-Kulturbeauftragten Monika Schäfer-Althoff und des Pianisten Thomas Weber erklang das Quartett in e-Moll, op. 44 Nr. 2 des Ensemble-Namensgebers Felix Mendelssohn Bartholdy .

Abgesehen von nur ein paar ganz wenigen Unsicherheiten im Verlauf des gesamten Konzertes überragten die vier Musiker vor allem durch große Reife und hohe Musizierkunst. Im zweiten Satz, dem „Scherzo“, erlagen sie genauso wie im abschließenden „Presto agitato“ keinerlei Effekthascherei, denn trotz aller Virtuosität der einzelnen Musiker spürte man zu jeder Zeit den sicheren Zusammenhalt des Dreivierteltakt-Pulses.

Das große Werk des Leipziger Romantikers Mendelssohn kontrastierten anschließend zwei Sätze aus Antonin Dvořáks „Amerikanischem“ Streichquartett. Wunderschön arbeitete Cellist Chul-Geun Park in seinem tollen Solo zum Ende des Lento typische Gospel- und Blueselemente hervor. Fast schon klang das nach George Gershwin. Der wurde aber erst vier Jahre nach der Uraufführung, die 1894 in Boston stattfand, geboren.

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