Die erste Saison im neuen Haus
Wolfgang-Borchert-Theater: Neue Spielstätte – neuer Rekord

Münster -

Über 35 000 Zuschauer besuchten in der gerade abgeschlossenen Spielzeit die Vorstellungen des Wolfgang-Borchert-Theaters. Es war damit die erfolgreichste Saison in der Geschichte des Privattheaters – und zugleich die allererste im neuen Domizil im Flechtheimspeicher.

Donnerstag, 02.07.2015, 20:07 Uhr

Jubeln erlaubt: Das Team des Wolfgang-Borchert-Theaters hat eine sehr erfolgreiche Spielzeit hinter sich.
Jubeln erlaubt: Das Team des Wolfgang-Borchert-Theaters hat eine sehr erfolgreiche Spielzeit hinter sich. Foto: WBT

Mit einer umjubelten letzten Vorstellung von „Die letzte Soirée“ hat sich das Wolfgang-Borchert- Theater (WBT) in die Theaterferien verabschiedet. Mit dem Auftragswerk von Arna Aley über den Namensgeber der neuen Spielstätte , Alfred Flechtheim , hatte die erste Spielzeit im neuen Haus begonnen. Jetzt wurde sie zur erfolgreichsten in der 59-jährigen Geschichte des Privattheaters an Münsters Hafen.

Wie die Zahlen belegen: 35 393 Zuschauer (2013/14: 29 263) besuchten 285 Vorstellungen (287), darunter waren 2223 Zuschauer (3262) bei 24 Gastspielen (34). Exakt 33 170 Besucher (2013/14: 26 000) fanden den Weg in die 261 Vorstellungen (253) im Theater am Stadthafen, das entspricht einer Auslastung von 81,6 Prozent (98,2). Durch den Umzug in das größere Haus (146 statt 100 Plätze) hat sich die Auslastungszahl erwartungsgemäß verringert, insgesamt aber kann das WBT einen Zuwachs von 7170 Zuschauern und damit ein Plus von 27,6 Prozent verzeichnen. So viele Zuschauer gab es noch nie in der 59-jährigen Geschichte des Borchert- Theaters.

Und das, obwohl die Mannschaft um Meinhard Zanger im Sommer 2014 quasi in einen Rohbau einzog. Der WBT-Intendant ist froh, die erste Spielzeit – trotz massiver Einschränkungen durch die anhaltende Baustelle – über die Runden gebracht zu haben: „Ein großes Lob an meine Mannschaft und an unsere Zuschauer, die sich von den teils unerträglichen Zuständen nicht haben beirren lassen.“ Zum Beginn der neuen Spielzeit 2015/16 hofft er auf das Ende der Arbeiten.

Dies findet auch im Spielzeit-Motto „Zurück auf Anfang“ seinen Ausdruck. „Zurück auf Anfang“ ist übrigens auch der Titel eines neuen Schmitt-Stückes, das zum Ende der Saison in der Regie des Hausherrn deutschsprachig erstaufgeführt wird. Eröffnet wird die Spielzeit 2015/16 am 22. August mit Tanja Weidners Inszenierung von Schillers „Kabale und Liebe“.

Höhepunkte der Spielzeit 2014/15 waren neben „Die letzte Soirée“ der Road-Trip „Tschick“ mit über 50 Vorstellungen, darunter viele Sondervorstellungen für Schulen an Vormittagen, Kleists Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ sowie Felicia Zellers Sprechoper „Kaspar Häuser Meer“ über den Alltag in deutschen Jugendämtern. „Frau Müller muss weg“ behält seinen Kult-Status: Mittlerweile ist die magische Zahl von 100 ausverkauften Vorstellungen überschritten.

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Trotz der Theaterferien (bis einschließlich 12. August) können schon Karten für die neue Saison im Internet reserviert werden. Das Theaterbüro ist am 13. August ab 11 Uhr wieder geöffnet. 

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