„Vielharmonisches Orchester“ spielte mitreißende Meisterwerke
Mit Beethovens Fünfter in den Sommer

Münster -

Musik mit Engagement und großer Leidenschaft in einem Liebhaberkonzert – das Semesterkonzert des „Vielharmonischen Orchesters“ der Katholischen Studierenden- und Hochschul-Gemeinde (KSHG) am Sonntagabend in der Aula an der Frauenstraße schenkte dem Publikum ein mitreißendes Musikerlebnis.

Montag, 06.07.2015, 18:07 Uhr

Sergej Bolkhovets leitete das Konzert des „Vielharmonischen Orchesters“, in dem Vashti Hunter als Gast-Solistin am Cello zu hören war.
Sergej Bolkhovets leitete das Konzert des „Vielharmonischen Orchesters“, in dem Vashti Hunter als Gast-Solistin am Cello zu hören war. Foto: Axel Engels

Freude am gemeinsamen Musizieren verbindet seit Jahren Instrumentalisten in diesem Ensemble. Klassische und romantische Meisterwerke bilden den Schwerpunkt bei der Programmgestaltung. Seit Oktober 2014 steht der Geiger und Dirigent Sergej Bolkhovets am Pult, hat in diesen Monaten ein sehr anspruchsvolles Repertoire mit dem Vielharmonischen Orchester einstudiert.

Klangmalerisch in schottische Welten wurde das Publikum entführt bei der Konzertouvertüre „Die Hebriden “ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Sehr ausdrucksstark erklangen die in Musik gesetzten Stimmungsbilder, erzielte das Orchester einen sehr farbenreichen Klang zur Umsetzung der in Musik gesetzten Natur- und Reiseeindrücke.

Bei den folgenden „Rokoko Variationen A-Dur“ von Peter Tschaikowsky konnte man sich vom warm timbrierten Ton der britischen Cellistin Vashti Hunter verwöhnen lassen, die als Gastsolistin dieses Konzert sicherlich mit ihrer reifen Spielkultur prägte. Sie spielte diese oftmals romantisch überzogene Rückbesinnung des Komponisten ins 18. Jahrhundert mit Feinheit und Galanterie. Schon beim lyrischen Thema war man fasziniert von ihrer einfühlsamen Melodiegestaltung und der genauen Artikulation. Bei den sehr diffizilen Variationen setzte sie ihre Virtuosität immer in den Dienst der Musik.

Das Orchester zeigte sich als exquisiter Partner. Die einzelnen von der Solistin vorgegebenen Stimmungen der Variationen wurden adäquat umgesetzt, die Orchestermusiker reagierten sehr direkt auf die stringenten Anweisungen von Sergej Bolkhovets. Bei den langsamen Variationen ließ man sich von der stark emotionalen Spielweise von Vashti Hunter verzaubern, konnte Raum und Zeit vergessen und die Musik einfach genießen.

Natürlich möchte jeder Dirigent sich an einer der Symphonien von Ludwig van Beethoven beweisen. Sergej Bolkhovets hatte mit dem Orchester die „Symphonie Nr. 5 c-Moll“ gewählt. Dieses wohl populärste Orchesterwerk Beethovens war für das Vielharmonische Orchester nicht nur spieltechnisch eine sehr große Herausforderung. Mit Esprit und wohl dosierter Pathetik erklang dieses Werk in einer ansprechenden Interpretation. Hier zeigte sich, dass dieses Werk jeden Zuhörer mit seiner prägnanten Kraft in seinen Bann ziehen kann.

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