„Gemeinnützliches“ Kulturquartier kommt ohne Fördermittel aus
Noch ist der Konzertraum eine grüne Wiese

Münster -

„Das ist aber schön hier!“, rief eine Besucherin spontan aus. Ihr Begleiter nickte, lächelnd. Dabei war vom neuen Kulturquartier noch gar nichts zu sehen – ein hübsch hergerichteter Bauwagen und ein Zelt, das die improvisierte Bühne überspannte, standen stellvertretend für die Gebäude, deren erster Bauabschnitt im zweiten Quartal 2016 eröffnet werden soll.

Montag, 24.08.2015, 22:00 Uhr aktualisiert: 25.08.2015, 12:53 Uhr
Kulturquartier-Gründer mit Modell (v.l.): Beatrix Pluta, Dr. Rainer Kossow, Thomas Schauder, Thomas Grollmus, Henrik Lau, Simon Dye, Frank Oldengott und Audrey Lehrke.
Kulturquartier-Gründer mit Modell (v.l.): Beatrix Pluta, Dr. Rainer Kossow, Thomas Schauder, Thomas Grollmus, Henrik Lau, Simon Dye, Frank Oldengott und Audrey Lehrke. Foto: heh

Das Sommerfest des neuen Kulturquartiers hatte nicht nur ein kostenloses mehrstündiges Musikprogramm, Getränke und Speisen zu bieten, sondern glänzte auch mit herrlichem Sonnenschein, der das Grün der Bäume auf dem Gelände erleuchtete.

Ein Papiermodell des Kulturquartiers und Zeichnungen zeigten, wie die Besucher sich das neue Gebäude, deren Räume von Künstlern gemietet werden können, vorzustellen haben. Dr. Rainer Kossow vom Kulturquartier erläuterte Skizzen und Modell und erklärte, wo auf den gut 800 Quadratmetern der Gebäude der Konzertraum, Unterrichtsräume oder eine Küche zu finden sein werden. „Wir stehen jetzt ungefähr da, wo bald die Küche sein wird“, schmunzelte er, und die Gäste ließen unwillkürlich den Blick über das grüne Gras zu ihren Füßen schweifen.

Karibische Klänge und gekühlte Getränke kamen sichtlich gut bei den vielen Gästen an, bald schon wippten die ersten Fußspitzen im Takte der Musik. Da die „gemeinnützliche“ GmbH des neuen Kulturquartiers ohne städtische Fördermittel auskommen muss, später dann auch alle Mieteinnahmen direkt wieder der Kulturarbeit zuführen will, sind Sachspenden oder Beteiligungen bei den demnächst anfallenden Arbeiten sehr willkommen. Auch kann man gegen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag die Arbeit des Kulturquartiers unterstützen, erläuterte Thomas Schauder: „Wir machen das hier ganz allein, ohne Fördermittel.“ Die Internetseite des Kulturquartiers gibt dazu weitere Informationen. 

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