Auftritt im Skaters Palace
Boysetsfire spielten nur 68 Minuten vor 1500 Fans

Münster -

Montagabend im ausverkauften Skaters Palace: Boysetsfire stehen auf der Bühne und begeistern ihr Publikum. 1500 Besucher stehen vor der Bühne und lassen sich vom Enthusiasmus der Band mitreißen. Nach 68 Minuten ist Schluss.

Mittwoch, 07.10.2015, 17:10 Uhr

Nathan Gray ist der Frontmann von Boysetsfire. Bei seinem Konzert im ausverkauften Skaters Palace fegte der Mann mit dem grauen Alm-Öhi-Bart wie ein Derwisch über die Bühne.
Nathan Gray ist der Frontmann von Boysetsfire. Bei seinem Konzert im ausverkauften Skaters Palace fegte der Mann mit dem grauen Alm-Öhi-Bart wie ein Derwisch über die Bühne. Foto: Britta Flachmeier

Nathan Gray ist ein Mann voller Widersprüche. Der graue Alm-Öhi-Bart lässt sich gedanklich schlecht mit seiner Art, wie ein Flummi-Derwisch über die Bühne zu fegen, vereinbaren. Die Songs, die der Frontmann von Boysetsfire interpretiert, reichen von sanft-harmonischen Balladen („My Life in the Knife Trade“) bis zu reinen Brüllattacken („After the Eulogy“) und lassen sich kaum in ein einheitliches Raster pressen. Und der Enthusiasmus, mit dem er am Montagabend im ausverkauften Skaters Palace (etwa 1500 Besucher) die Massen mitriss, und die vielen warmen Worte an das vergleichsweise gesetzte und entsprechend besonnene Ü-30-Publikum wollten so gar nicht zum abrupten Konzertende nach 68 Minuten passen.

Zur Verteidigung des 43-Jährigen sei gesagt, dass er eine verschleppte Erkältung und Probleme mit den Stimmbändern hatte. Das führte dazu, dass die Band den geplanten Instore-Gig im Wiesbadener Lilien-Carre vor dem ersten Ton in Münster abgesagt hatte. Außerdem holte sich Gray für die härtesten Songs mit Core-Elementen Verstärkung in Person von Shane Told , Sänger der guten Vorband Silverstein, nach vorne. Immer wiederkehrende Dankeselogen ließen erahnen, dass der zügige Abgang den US-Boys durchaus unangenehm war.

Boysetsfire und Silverstein im Skaters Palace

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  • Boysetsfire im Skaters Palace.

    Foto: Britta Flachmeier
  • Vorband von Boysetsfire im Skaters Palace: Silverstein.

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  • Boysetsfire im Skaters Palace.

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  • Boysetsfire im Skaters Palace.

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  • Boysetsfire im Skaters Palace.

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  • Boysetsfire im Skaters Palace.

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  • Boysetsfire im Skaters Palace.

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Die Show litt aber maximal in ihrer Länge unter der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Ansonsten bot Boysetsfire das, was Boysetsfire ausmacht: ein breites Spektrum zwischen melodiösem Sound und schweren Geschützen. Alles ist drin, aber immer versehen mit der unverkennbaren Handschrift der Hardcore-Helden aus Delaware. Neben dem Leader Gray stehen auch Einpeitscher Robert Ehrenbrand am Bass sowie die Gitarristen Chad Istavan und Joshua Latshaw, der als Ruhepol daherkommt, im ständigen Kontakt zu den Fans. Vom selbstbetitelten und erst gut eine Woche alten Album ließen die Amerikaner recht wenig durchsickern. Allerdings hat die an den Pennywise-Stil („Bro hymn“) angelehnte Single „One match“ Potenzial, ebenso „Cutting room floor“ oder Opener „Savage blooem“. Neu erfunden hat sich die Band mit diesem Werk nicht – will und muss sie aber auch kaum.

Vom eingängigsten 2006er-Erzeugnis „The Misery Index“ hatten Boysetsfire in Münster die meisten Tracks (etwa „Requiem“ oder Rausschmeißer „Empire“) im Angebot. Den Palast am ehesten in die Nähe der Explosion brachten aber die älteren Songs wie „Rookie“ oder „Release the Dogs“. Dass Band-Klassiker wie „Still waiting für the Punchline“ oder „White Wedding Dress“ dazwischen fehlten, war eben Grays physischer Verfassung geschuldet.


Anmerkung: Nathan hatte keine Grippe, auch wude nicht die Wiesbaden-Show im Schlachthof am Tag drauf abgesagt. Wir haben das im Text korrigiert. - Die Redaktion

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