Freies Musical Ensemble zeigt im Waldorf-Konzertsaal „Die 3 Musketiere“
Alle für einen

Münster -

„In dieser Woche kommt alles zusammen: Wir proben bis tief in die Nacht.“ Dabei klingt Canan Toksoy recht aufgeweckt und fröhlich: „Wenn man für die Sache brennt, dann geht das schon.“ Das Freie Musical Ensemble (FME) bereitet sich auf die Premiere der „3 Musketiere“ vor – ein Mantel-und-Degen-Spektakel. Das Besondere: Hier stellen ehrenamtliche Theaterfans Professionelles auf die Bühne.

Dienstag, 20.10.2015, 18:10 Uhr

D’Artagnan (Ricardo Santos) macht sich auf, um mit den drei Musketieren die Ehre der Königin zu retten. Das Freie Musical Ensemble hat damit am Freitag Premiere.
D’Artagnan (Ricardo Santos) macht sich auf, um mit den drei Musketieren die Ehre der Königin zu retten. Das Freie Musical Ensemble hat damit am Freitag Premiere. Foto: FME

Im Vorjahr hatte die geplante Produktion wegen des Hochwassers ausfallen müssen. In diesem Jahr der Paukenschlag: „Die diesjährige Produktion wird die aufwendigste seit unserem Jubiläumsstück ,Titanic’ im Jahr 2009“, erklärt Ensemble-Gesamtleiter Ingo Budweg , der normalerweise als Chirurg am Herz-Jesu-Krankenhaus arbeitet.

Dort ist auch Toksoy als Chirurgin tätig, die zum ersten Mal für das Freie Musical Ensemble Regie führt. In ihrem Urlaub: „Man kann in eine andere Welt abtauchen.“ Seit Anfang des Jahres wird einmal die Woche, seit April zweimal die Woche sowie alle sechs Wochen an einem Wochenende geprobt. In dieser Woche rücken alle an, um ab 16 Uhr den „3 Musketieren“ für die ein Dutzend Aufführungen den letzten Schliff zu geben.

Das Motto „Alle für einen, einer für alle“ kann auch für das Team des Freien Musical Ensembles stehen: „Wir machen ja alles selbst. Es ist große Teamarbeit. Jeder hat den gleichen Stellenwert, auch wenn es nach außen nicht so wirkt.“ Toksoy lenkt und leitet die Proben und ist begeistert von der Abenteuergeschichte um D’Artagnan, der aufbricht, um mit Athos, Porthos und Aramis den intriganten Kardinal zum Sturz zu bringen: „Es ist schön, wie viel Humor mit dabei ist; es gibt aber auch tief gehende, berührende Szenen. Es werden wirkliche Emotionen bedient.“

Das FME inszeniert das Stück authentisch. Das bedeutet, Matthias Betke hat als Modemacher-Profi die Kostüme geschaffen (Toksoy: „Das übertrifft alles, was wir je hatten.“), ein Fechtlehrer hat 16 auserwählten Gardisten das Kämpfen beigebracht (Toksoy: „Ich bin beeindruckt, was die erreicht haben“). Und auch die Bärte sind à la mode: angeklebt oder natürlich – je nach Bartwuchs-Möglichkeiten.

Christoph Bürgstein hat eine Zwischenbühne geschaffen, so dass es zwei Spielflächen und verschiedene Bühnenbilder gibt.

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Die Premiere ist am Freitag (23. Oktober) um 19.30 Uhr im Waldorf-Konzertsaal, Rudolf-Steiner-Weg 11. Karten gibt es beim Münster-Marketing, Heinrich-Brüning-Straße ( ✆ 4 92 27 10) oder online. 

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