Armin Weinbrenner in der Akademie Franz-Hitze-Haus: „Von Holzwegen
Am Rande des Figürlichen

Münster -

Armin Weinbrenner überrascht in der Ausstellung „Auf Holzwegen“ in der Akademie Franz-Hitze-Haus.

Montag, 25.01.2016, 18:53 Uhr
Das spitze Oval, wie hier in dreifacher Weise, findet sich in einigen Arbeiten von Armin Weinbrenner. Das Franz-Hitze-Haus widmet dem Maler aus Münster eine umfangreiche Ausstellung: „Von Holzwegen“.
Das spitze Oval, wie hier in dreifacher Weise, findet sich in einigen Arbeiten von Armin Weinbrenner. Das Franz-Hitze-Haus widmet dem Maler aus Münster eine umfangreiche Ausstellung: „Von Holzwegen“. Foto: Gerhard H. Kock

Am Ende des langen Ganges hängt eine Überraschung – die Schweiz: Berghütte, Fahne, Matterhorn. Fünf Bildmotive fast fotorealistisch. Und das auf Holz! Dies passt wieder. Denn Armin Weinbrenner ist bekannt für seine Arbeiten auf Holz. Bislang waren die nicht gegenständlich, allenfalls am Rande des Figürlichen. In der Ausstellung „Auf Holzwegen“ in der Akademie Franz-Hitze-Haus überrascht der Maler mit diesem Ausbruch in die Welt des Realismus.

Eine Bergtour mit Freunden hat Weinbrenner dazu inspiriert. Tiefe, farbgefüllte Schlieren finden sich hier, markante Verletzungen der Oberfläche, und doch ist die Wirkung auf Distanz fast fotografisch. Ähnlich wie bei den beiden Kissen, die direkt daneben hängen. Indes zeigt Weinbrenner, der sein Atelier im Kuhviertel mit Blick auf Dom, Überwasser- und Lambertikirche hat, auch seine bislang charakteristischen Arbeiten: Farbrelieftafeln und Bilder auf Acrylglas.

Armin Weinbrenner in der Akademie Franz-Hitze-Haus

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  • Foto: Gerhard H. Kock
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Sie könnten scheinbar nicht gegensätzlicher sein. Die Tafelbilder sind ruppig, kräftig, tief und scharf. Abstrakte Flächen und Formen changieren aus dem Untergrund. Stellenweise will der Betrachterblick Formen herausschälen, Buchstaben oder Figuren. Doch die Form bleibt im Unbestimmten. Gänzlich befreit von jeder gegenständlichen Vermutung sind die Acryl-Glasbilder. Hier geht es überdeutlich um nur eines: „Ich will die Farbe zum Leuchten und Klingen bringen.“

Das Werk von Armin Weinbrenner ist gekennzeichnet von Regelmäßigkeit und Abweichung, im Detail wie im Ganzen. Bei den geome­trisch gerasterten Motiven wird die Strenge malerisch bruchartig gesplittert. „Meine Arbeit kommt vom Holzschnitt“, ist sein Bekenntnis. Nur holzschnittartig ist sie nicht. Müsste ein roter Faden bei Weinbrenner gefunden werden, er würde „Spuren“ heißen: seien sie „oberflächlich“ wie Schlieren oder tiefschürfend wie Furchen.

In der katholischen Akademie zeigt Armin Weinbrenner zudem seine Mappe „Die zehn Plagen“. Die hat der Schüler von Prof. Wolfgang Troschke vor mehr als zwei Jahrzehnten gefertigt.

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Die Ausstellung wird am Dienstag (26. Januar) um 20 Uhr im Franz-Hitze-Haus, Kardinal-von-Galen-Ring 50, eröffnet. Bis 6. März.

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