Adam-Riese-Show im Pumpenhaus
Übermütig wie selten

Münster -

Bernadette Spinnen (die Chefin von „Münster Marketing“), Zoodirektor Dr. Thomas Wilms, Comedian Hennes Bender und der Musiker Jan Löchel waren die Gäste der jüngsten Show von Adam Riese im Pumpenhaus und plauderten Geheimnisse aus.

Dienstag, 02.02.2016, 08:02 Uhr

Münster-Köppe (v. l.): Zoodirektor Thomas Wilms, Moderator Adam Riese und Marketing-Chefin Bernadette Spinnen.
Münster-Köppe (v. l.): Zoodirektor Thomas Wilms, Moderator Adam Riese und Marketing-Chefin Bernadette Spinnen. Foto: Olaf Puls

Wer hört, wie Erdferkel namens Elvis durch den Talk wuseln, vegane Rezepte mit der irren Stimme Klaus Kinskis verlesen werden und schließlich eine Hommage an den just verstorbenen David Bowie gerockt wird, kann sich nur an einem Ort befinden: im Pumpenhaus während der Adam-Riese-Show. Die Kultveranstaltung war am Sonntag übermütig wie selten – obwohl nur ein einziger veritabler Witzbold zugegen war: Hennes Bender, der Komödiant aus Bochum mit dem Star-Wars-Fimmel und dem Talent zur Kinski-Parodie. Sein Witz riss den ausverkauften Saal mit; aber auch Bernadette Spinnen (die Chefin von „Münster Marketing“) und der frischgebackene Zoodirektor Dr. Thomas Wilms hatten manch launige Anekdote parat.

Bereits sein allererster Zoobesuch hatte Wilms als Kind einst nach Münster geführt. Seine Tierliebe („Alles, was kreucht und fleucht“) wurde in Omas Schrebergarten entfacht. Schnell spezialisierte sich seine Zuneigung auf Reptilien, denen im Hause Wilms schließlich ein eigenes „Reptilienzimmer“ eingeräumt wurde. Der Weg zum Zoodirektor führte ihn nicht nur über die Promotion, sondern auch über ferne Länder, wo gar ein Reptil nach ihm benannt wurde („xenagama wilmsi“). In Saudi-Arabien speiste Wilms einst Dromedar. „Schmeckt wie Schweinefleisch, aber das darf man den Kollegen da nicht sagen!“ Dass Show-Musiker Markus Paßlick (gleichfalls studierter Zoologe) den Zoodirektor imitierte Vogellaute raten ließ, war Ehrensache.

„Eine der wichtigsten Einrichtungen der ganzen Stadt!“, urteilte die Münster-Marketing-Chefin über das Pumpenhaus und konnte nicht allein mit diesem Statement punkten. Bereits als 29-jährige Kulturamtsleiterin hatte Bernadette Spinnen vor vielen Jahren mit dem Pumpenhaus-Leiter Ludger Schnieder zu tun. Der brachte zum ersten Meeting Brötchen mit. Ihren Mann (den Schriftsteller Burkhard Spinnen) lernte sie an der Uni kennen. „Wir sind ’ne Seminar-Ehe.“ Schließlich: Auch als Tatort-Kommissarin mit französischem Akzent machte die Marketing-Frau eine tolle Figur.

Percussionist Paßlick hatte den Schluss-Sketch verfasst, der sich um ein sprechendes Erdferkel namens „Adam“ drehte (der Moderator in Hochform), das bei dem veganen Moslem „Bin zu Tisch“ auf dem Teller landete, der wie erwähnt in Kinski-Manier sprach. Ein Hennes Bender in Hochform! Der Comedian sang außerdem „Ashes to Ashes“ für Bowie selig, gemeinsam mit der famosen Stimme von Jan Löchel. Der Musiker aus Münster (das dritte Mal in der Show) hatte nicht nur vier eigene Songs dabei, sondern brillierte auch als rustikaler „Tatort-Kommissar“ wie frisch aus’m Stall. Herrlich.

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