Hörenswertes Orchesterkonzert
Unwiderstehlicher Klang

Münster -

Da stimmt die Chemie zwischen Dirigent und Orchester: Norbert Fabritius ist hörbar die optimale Besetzung, ein Glücksgriff für das Mozart-Orchester. Am Samstag leitete er das hervorragend aufgelegte Ensemble aus Musikfreunden und Musiklehrern im gut besuchten Haus der Begegnung in Albachten. Franz Schuberts Sinfonie Nr. 3, dem Orchester lange vertraut, gab es am Ende: frisch und zügig, sehr sicher in allen Einsätzen, in den gut aufgelegten Holzbläsern geadelt vom eleganten Ton der jungen Klarinettistin. Sicher, diese Sinfonie gehört nicht zu den virtuosen Brechern, die große technische Herausforderungen stellen, ebenso wenig wie Griegs „Huldigungsmarsch“ aus dem Schauspiel „Sigurd Jorsalfar“, der sich auch bei Schulorchestern großer Beleibtheit erfreut. Doch das Mozart-Orchester zeigte sich mit diesen Werken als ein sympathisches, diszipliniertes und musikalisch sehr ernst zu nehmendes Ensemble.

Sonntag, 06.03.2016, 15:03 Uhr

Norbert Fabritius dirigiert sein Orchester und die vier Hornisten beim Schumann-Konzertstück.
Norbert Fabritius dirigiert sein Orchester und die vier Hornisten beim Schumann-Konzertstück. Foto: heh

Da mag man sich direkt auf die kommenden Konzerte mit Dirigent Fabritius freuen, die sicher eine delikate Bereicherung für die Musikszene Münsters werden.

Das gelungene, tänzerische Trio im dritten Satz der Schubert-Sinfonie, die immer präsente und sehr musikalische Klarinette, die spielfreudig assistierenden Fagotte und die klangvolle Cellogruppe (immer schon ein homogenes Team, aber unter dem neuen Stimmführer Rafael Guevara musikalisch geradezu unwiderstehlich) machten die Sinfonie zum ersten bis zum letzten Takt zum echten Ohrenschmaus.

Stefan Schulze moderierte, locker und eher kurz, so, wie es jedes Publikum erfreut, das Konzert. Das machte Spaß und jeder Zuhörer fühlte sich persönlich angesprochen und eingeladen. Der „Huldigungsmarsch“ zu Konzertbeginn geriet zwar ein wenig zu ruhig (und wurde gegen Ende sogar noch langsamer und breiter), aber Schumanns „Konzertstück für vier Hörner“ mit den herausragenden Solisten Hans van der Zanden, Pierre Buizer, Kristiaan Slootmaekers und Francesc Saez Calatayud folgte: das Mozart-Orchester begleitet die vier professionellen Hornisten mit musikalischem Ausdruck und großer Konzentration, wunderbar.

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