Canticum Novum präsentierte Konzert „Der Geist hilft“
Anspruchsvolles gemeistert

Münster -

Stehende Ovationen und Bravi für den Chor Canticum novum .

Montag, 25.04.2016, 17:04 Uhr

In der Herz-Jesu-Kirche interpretierte Canticum novum unter Leitung von Michael Schmutte anspruchsvolle Werke
In der Herz-Jesu-Kirche interpretierte Canticum novum unter Leitung von Michael Schmutte anspruchsvolle Werke Foto: ukc

„Der Geist hilft!“ Unter diesem Motto stand das A-cappella-Konzert des „Canticum novum “-Chores unter der Leitung von Michael Schmutte am Sonntag in der Herz-Jesu-Kirche. Darin wurden herausragende Leistungen geboten. Der Diözesanpräses des Cäcilienverbandes im Bistum Münster , Clemens Lübbers, hieß ein großes Publikum in seiner Begrüßungsrede willkommen.

Im Mittelpunkt des gut 75-minütigen Konzertes stand die im Jahr 2000 entstandene „Missa per coro a cappella“ des estnischen Minimalisten Peteris Vasks . Vasks, der schon in Münster zu Gast war, zählt zu den weltweit herausragenden Komponisten dieser Musikrichtung. Tonale Zentren verließ die Komposition bisweilen durch aufwärts strebende Glissandi einzelner Stimmen. Typischerweise verdichteten sich breite Klangflächen durch dynamisches Anschwellen, bis sie sich in ihren nicht selten spröden Ursprung auflösten.

Darum scharte der Chor alte geistige Vokalwerke von Palestrina, Monteverdi, Sweelinck und Bach sowie Werke moderner, teils zeitgenössischer Komponisten wie Randall Thompson und Urmas Sisask.

So erklang fröhlich und beschwingt „Surrexit Christus hodie“ des Renaissance-Komponisten Samuel Scheidt. Extreme dynamische Spannweite hingegen enthielt „Surrexit Christus“ von Urmas Sisask.

Insgesamt war sehr schnell klar, dass Canticum novum ein exzellent stimmgebildeter Chor ist, der ohne jedes Problem in der Lage ist, auch hoch anspruchsvolle Stücke (wie die Vasks-Messe) unter der Leitung von Michael Schmutte herausragend zu interpretieren. Zu keinem Zeitpunkt des Konzertes gab es Unsicherheiten oder auch nur ansatzweise Schwächen. Stets gelang der musikalische Ausdruck ohne technische Makel. Dafür gab es stehende Ovationen , die der Chor mit einer Zugabe dankte. Bravi!

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