Madrigalchor in der Dominikanerkirche
BegeisterndesKonzerterlebnis

Münster -

Der Madrigalchor der Universität widmet ein Konzert der Königin Caroline von England und erntete Zwischenapplaus sowie stehende Ovationen.

Montag, 25.04.2016, 17:15 Uhr aktualisiert: 26.04.2016, 17:00 Uhr
Begeisterten in der ausverkauften Dominikanerkirche (v. l.): Irina Trutneva, Janina Hollich, Maximilian Vogler und Konstantin Ingenpass sowie Dr. Ulrich Haspel
Begeisterten in der ausverkauften Dominikanerkirche (v. l.): Irina Trutneva, Janina Hollich, Maximilian Vogler und Konstantin Ingenpass sowie Dr. Ulrich Haspel Foto: Heike Autering

Königin Caroline von England war seit ihrer Jugend freundschaftlich mit dem Barock-Komponisten Georg Friedrich Händel verbunden. Der wiederum widmete ihr zahlreiche seiner bis heute beliebten Kompositionen. Am Sonntag bescherten damit der Madrigalchor der Universität zusammen mit dem Kourion Orchester und den Solisten Irina Trutneva (Sopran), Janina Hollich (Alt), Maximilian Vogler (Tenor) und Konstantin Ingenpass (Bass) in der ausverkauften Dominikanerkirche ein begeisterndes Konzerterlebnis. Die Gesamtleitung hatte ein bestens aufgelegter Ulrich Haspel .

Pointiert moderierte Haspel zwischen den einzelnen Musikbeiträgen und gab Informationen über Werke und biografische Hintergründe. So erklang das im Konzert anfänglich zu hörende „Te Deum“ anlässlich der Übersiedlung Carolines an den Hof zu Windsor zum ersten Mal. Janina Hollich und Maximilian Vogler tasteten sich vorsichtig in die Musik.

Strahlend und fröhlich klangen Chor, Orchester und Solisten im anschließenden „My heart is inditing“. Ihnen, besonders Bassist Ingenpass, gelang diese Stimmung, die wohl während der Uraufführung anlässlich der Krönung Carolines in Westminster Abbey im Herbst des Jahres 1727 herrschte, gut einzufangen. Nie verließ man dabei den feinen, barocken Ausdruck.

Im Frühwerk Händels, dem Kammerduett „A Mirawi“, das noch zu Zeiten Carolines am Hofe zu Hannover entstand, brillierten Irina Trutnewa und Janina Hollich mit gestochen scharfen Koloraturen und kongenialer Musikalität. Dafür gab es verdienten Zwischenapplaus.

Das Hauptwerk des gesamten Konzertes „The Ways Of Zion Do Mourn“ stand am Ende des Programms. Es wurde 1737 anlässlich der Beisetzung Carolines uraufgeführt. Welch beeindruckender atmosphärischer Kontrast zu „My Heart is inditing“ gelang Haspel und allen Akteuren – bis auf Pauken und Trompeten. Auf diese instrumentalen Herrscher-Insignien hatte Händel bei diesem Stück verzichtet. Stehende Ovationen.

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