John Illsley im Jovel
Der Dire-Straits-Veteran

Münster -

Dire Straits? Da denken alle nur an Mark Knopfler. Der hat die Hits geschrieben, gesungen und die prägende Gitarre gespielt. Doch es gibt einen weiteren Überlebenden: John Illsley. Der zupfte früher den Bass in der Band – am Dienstag spielte er im Jovel ein Konzert, das Dire-Straits-Fans begeistern konnte.

Mittwoch, 04.05.2016, 10:05 Uhr

John Illsley im Jovel: Der einstige Bassist der Dire Straits setzte auf die Hits seiner ehemaligen Band.
John Illsley im Jovel: Der einstige Bassist der Dire Straits setzte auf die Hits seiner ehemaligen Band. Foto: Gunnar A. Pier

Gleich zu Beginn geht der 67-Jährige auf Nummer Sicher. Ins zweistündige Programm startet er mit dem Dire-Straits-Klassiker „Walk of Life“ – da ist die Stimmung schon mal super. Anders als Mark Knopfler , der in den 20 Jahren seit dem Ende der Band eine erfolgreiche Solo-Karriere gestartet hat, ist Illsley den Schatten der Dire Straits nie losgeworden. Und so bilden deren Songs den Schwerpunkt seiner Konzerte.

Dabei lässt er nichts aus. Die Fans tanzen zu den „Sultans of Swing“, lauschen gebannt den „Private Investigations“ und schauen beseelt, wenn es um die „Brothers in Arms“ geht. Bei den Arrangements gibt‘s wenig Experimente, zusammen mit seinen Musikern hält sich der Veteran weitgehend an die Versionen, die das Publikum von den uralten Live-Alben kennt.

John Illsley (ex-Dire-Straits) 2016 im Jovel

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So kommt es, dass John Illsley den Dire-Straits-Fans viel mehr bietet als Mark Knopfler, an dem einst alles hing. Der konzentriert sich bei seinen Konzerten mehr und mehr auf Songs seiner Solo-Ära, bei denen „Money-for-nothing“-Freunde einnicken.

Trotzdem gibt es bei John Illsley auch neues Material, und das Publikum geht mit: Wenn er Titel wie „Ship of Fools" und „Comes round again“ vom aktuellen Album „Long Shadows“ spielt, gibt es auch dafür Jubel – und der klingt echt, nicht einfach nur höflich.

Vielleicht liegt es daran, dass sich die neuen Songs zumindest live nahtlos einfügen. Sie lassen Platz für ausgedehnte Instrumentale, die warmen E-Gitarren prägen den Sound.

Das treiben Illsley und seine Band beim letzten Stück „Where do you think you‘re going“ auf die Spitze. Die beiden Gitarristen wechseln sich mit lustvollen Soli ab. „Das war das i-Tüpfelchen“, hört man in Reihe vier. Ein Dire-Straits-Klassiker halt.

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