Im Osten Münsters entsteht ein Kulturquartier
Eine Vision wird Wirklichkeit

Münster -

Kultur braucht Freiräume. Räume für Musiker zum Proben, Räume für Tänzer „zum Fliegen“, Räume für kreative Ideen. Solche Räume entstehen in den nächsten Monaten an der Rudolf-Diesel-Straße im Osten Münsters – im Dreieck zwischen Schifffahrter Damm und Mariendorfer Straße.

Dienstag, 28.06.2016, 17:06 Uhr

Die Initiatoren und Gesellschafter des Kulturquartiers: Thomas Schauder, Henrik Lau (hinten v.l.),
Die Initiatoren und Gesellschafter des Kulturquartiers: Thomas Schauder, Henrik Lau (hinten v.l.), Foto: Kulturquartier

„Unsere Vision beginnt Wirklichkeit zu werden. Wir wollen einen Ort für Kultur entstehen lassen, den es so noch nirgends gibt. Wir nennen ihn das , Kulturquartier Münster ’. Seit 2013 verbindet uns diese Idee. Sie hat uns von Anfang an vorangetrieben.“ So lautet die Kernbotschaft der acht Gesellschafter. Dr. Rainer Kossow , Frank Oldengott, Thomas Grollmus und Beatrix Pluta sind beim Gespräch mit unserer Zeitung Feuer und Flamme für ihre Idee, die jetzt, nach Erteilung der Baugenehmigung, konkrete Form annimmt: „Das Kulturquartier Münster will etwas Neues schaffen. Menschen sollen inspiriert, begeistert und beflügelt werden.“

Nun ist das Kulturquartier nicht einfach ein Haus mit Probenräumen. Es will, so die Initiatoren, Kultur, Kreativität und Kunst sowie Umwelt-Gesichtspunkte verbinden. „Unser Anspruch ist hoch. Die Arbeit des Kulturquartiers will bildend und zukunftsweisend, ökologisch und nachhaltig sein.“

Das Kulturquartier Münster soll in erster Linie natürlich Kulturschaffenden eine Plattform bieten. Es kann sich dort ein Netzwerk entwickeln. Dafür stellt es kostengünstige Räume mit inspirierender Atmosphäre zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen Begegnungen, die sich bei der täglichen Arbeit sowie bei Veranstaltungen, Konzerten, Seminaren und Ausstellungen ergeben.

Bislang waren die Initiatoren schon mit Kulturprogrammen im Zelt auf dem Gelände präsent. Jetzt werden demnächst die Bauleute anrücken. Der erste Gebäudeabschnitt mit 420 Quadratmetern wird, so die Gesellschafter im Gespräch mit unserer Zeitung, bis Ende des Jahres 2016 realisiert. Das umgebende Gelände wird nach ökologischen Prinzipien und der etwa 1000 Quadratmeter große Garten nach permakulturellen Grundsätzen gestaltet. Der erste Bauriegel besteht im wesentlichen aus sechs Räumen, die für Proben gedacht sind.

Bis Ende 2020 soll das Kulturquartier Münster fertiggestellt sein. Dazu entsteht dann ein zweiter, größerer Bauriegel. Das Kulturquartier bietet schlussendlich auf einer Nutzfläche von insgesamt 910 Quadratmetern einen großen Konzert- und Veranstaltungssaal, ausgestattet mit Veranstaltungstechnik, einen Bewegungsraum für Tanz und Meditation, neun Multifunktions-Räume, ein Refektorium mit angegliedertem Café und eine Werkstatt mit Repair-Café.

Die acht Gesellschafter haben für Grundstück und ersten Bauabschnitt 470 000 Euro eingeplant. Am Ende des Weges müssen 1,3 Millionen Euro finanziert und dann peu à peu durch die Vermietung wieder hereingebracht werden.

Dankbar sind die Initiatoren natürlich für weitere Unterstützer, Spender und Förderer: „Wir brauchen noch viele Köpfe und viele Hände, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir freuen uns insbesondere über Firmen und Förderer, Unternehmen und Betriebe, die sich von unserem Projekt begeistern lassen.“

Für das erste Gebäude werden auch noch Baustoffe gesucht. Das fängt beim Sand und Kies an, reicht über Bauteile und Eisenträger bis hin zu Planken und Brettern, Bohlen und Balken. Spätestens Ende des Jahres wird man einen großen Schritt weiter sein.

 

Das Kulturquartier Münster

Die Kulturquartier Münster GmbH wurde im Januar 2015 ins Leben gerufen. Sie hat an der Rudolf-Diesel-Straße 41 in Münster ein Grundstück mit 2630 Quadratmetern erworben. Dort soll in den kommenden Jahren der Bau des Kulturquartiers Münster errichtet werden.

Das Kulturquartier Münster ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der wirtschaftliche Erfolg des Betriebes soll ausschließlich dem Gemeinwohl dienen. Denn alles, was dort erwirtschaftet wird, fließt in die Kulturarbeit zurück. Dazu gehören nach dem Verständnis der acht Gesellschafter auch ökologische Projekte. Durch Einnahmen aus der Vermietung ist der Betrieb des Kulturquartiers Münster unabhängig von öffentlichen Zuschüssen. Dafür sorgen außerdem die schlanke Organisation und die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Grundgedanke: „Das Kulturquartier Münster leistet wertvolle Bildungs- und Kulturarbeit, es fördert soziale und kulturelle Initiativen. Es steht für die Eigenverantwortung und die Eigeninitiative selbstständiger Kulturschaffender, es fördert Gemeinschaft und Verantwortung gegenüber Mensch und Natur.“

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