Overberg-Kolleg beim interkulturellen Projekt in Togo
Bibliothek renoviert

Münster -

„Zurück in Münster, aber mit den Gedanken noch in Afrika.“ So beschreiben die Teilnehmer aus Münster ihre dreiwöchige Projektreise in das westafrikanische Land Togo. Seit über einem halben Jahr hatten sich sieben Studierende des Overberg-Kollegs mit zwei Lehrkräften und einer Schulseelsorgerin im Rahmen ihres Togo-Projektes, mit dem sie seit drei Jahren Bildungsprojekte für junge Frauen und Mädchen unterstützte, auf die Reise vorbereitet.

Montag, 01.08.2016, 17:08 Uhr

Dr. Atchou Essousso (Leiter der „Fondation Piscare“, 2.v.l.) hat in Münster studiert und erhielt jetzt Besuch vom Overberg-Kolleg.
Dr. Atchou Essousso (Leiter der „Fondation Piscare“, 2.v.l.) hat in Münster studiert und erhielt jetzt Besuch vom Overberg-Kolleg. Foto: Overberg-Kolleg

Mit der Fahrt ging das Projekt in seine zweite Phase, nämlich sich vor Ort von den Gegebenheiten ein eigenes Bild zu machen und den Eine-Welt-Gedanken praktisch umzusetzen. In Togos Hauptstadt Lomé wurden die Studierenden von Dr. Atchou Essousso in seiner „Fondation Piscare“ begrüßt. Der in Münster promovierte Politikwissenschaftler stellte die sozialen Projekte seiner Stiftung vor, die es jungen Leuten ermöglicht, durch Computerkurse und Workshops, den Weg ins Berufsleben zu finden. Gemäß dem Sprichwort „Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern“, will „Piscare“ junge Menschen in Togo befähigen, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen.

Die meiste Zeit verbrachte die Projektgruppe in Dapaong, in der ärmsten Provinz im Norden Togos, mit ihren 50 000 Einwohnern. Zentraler Ort der Zusammenarbeit und Begegnung war das „foyer des jeunes“, das sowohl Bücherei, Ort der Begegnung und Fortbildung als auch für viele afrikanische Jugendliche ein zweites Zuhause darstellt.

Am besten lernten sich die Jugendlichen bei den gemeinsamen Renovierungsarbeiten der Bibliothek und ihrer Außenanlagen kennen. In sengender Hitze den Boden mit der typisch afrikanischen Spitzhacke zu bearbeiten und mit der Machete das Gelände vom Unkraut zu befreien brachte den „Overbergianern“, vor allem den weiblichen Studierenden, den größten Respekt der afrikanischen Jugendlichen ein. Auch die neue Gestaltung des Eingangsbereichs des „Foyer“, das Bemalen der Tische in der Bücherei in Regenbogenfarben, die Neuordnung der Bibliotheksregale sowie die Entrümpelung und Reinigung der verstaubten Räume schweißten zusammen, heißt es in einer Pressemitteilung. Ferner besucht wurden die weiterführende Schule in Dampiong und das Waisenhaus der Aidshilfevereinigung „Vivre dans l’espérance“.

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