Apostelkirche: Philharmonischer Chor
Mozart-Requiem und ein unbekanntes Land

Münster -

Mozarts Requiem blieb unvollendet. Im September singt der Philharmonische Chor unter Martin Henning die Fassung von Franz Xaver Süßmayr. Im November stellt übrigens GMD Fabrizio Ventura Mozarts Requiem in der Ergänzung durch den Mozartforscher Karl Marguerre vor, eine bemerkenswerte Gegenüberstellung.

Dienstag, 13.09.2016, 18:09 Uhr

Martin Henning 
Martin Henning  Foto: Privat

War es ein grauer Unbekannter oder ein neidischer Kollege? Über kaum ein anderes Werk haben sich so viele Anekdoten gehalten wie über Mozarts Requiem , obwohl oder wohl eher weil es unvollendet geblieben ist. Musikwissenschaftlich gesichert ist heute, dass Graf Franz von Waldegg dieses Werk bei Mozart in Auftrag gab, um es unter seinem eigenen Namen zur Aufführung zu bringen, im Gedenken an seine kürzlich verstorbene Frau. Doch fertig-stellen konnte Mozart diese Auftragskomposition nicht mehr, er starb am 5. Dezember 1791 inmitten der Arbeit.

Am Samstag (17. September) erklingt Mozarts Requiem für Solisten, Chor und Orchester um 19.30 Uhr in der Apostelkirche , Neubrückenstraße. Martina Schilling (Sopran), Bettina Ranch (Alt), Lothar Odinius (Tenor) und Thomas Laske (Bass), der Philharmonische Chor und das Sinfonieorchester Münster sowie Christiane Alt-Epping an der Orgel singen und spielen das Werk in der Fassung von Franz Xaver Süßmayr, der nach Mozarts Tod das Fragment ergänzte. Das Konzert dirigiert Martin Henning (langjähriger künstlerischer Leiter des Philharmonischen Chores).

Im November stellt übrigens GMD Fabrizio Ventura Mozarts Requiem in der Ergänzung durch den Mozartforscher Karl Marguerre vor, eine bemerkenswerte Gegenüberstellung.

Ergänzt wird das Konzert in der Apostelkirche durch eine münsterische Erstaufführung des Songs „Toward the unknown region“ für Chor und großes Orchester des englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams. Das außerhalb Englands sehr selten zu hörende Chorwerk (Text: Walt Whitman) handelt vom Versuch, sich von den Fesseln des Irdischen zu befreien, damit die Seele in überirdischer Dimension schweben kann.

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Karten gibt es im WN-Ticket-Shop am Prinzipalmarkt und an der Abendkasse.

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