Jean-Michel Jarre in der Halle Münsterland
Großmeisterliches Spektakel

Münster -

Satter Sound, faszinierende Licht-Show: Jean-Michel Jarre weiß seine Fans immer noch zu betören. Auch in Münster funktionierte das bestens.

Dienstag, 22.11.2016, 13:11 Uhr

Jean-Michel Jarre in der Halle Münsterland : Großmeisterliches Spektakel
Ein Mann an den Tasten: Jean-Michel Jarre füllt die Halle Münsterland mit sattem Sound und spektakulärer Licht-Show Foto: Wilfried Gerharz

Mit seinen Konzeptalben „Oxygene“ und „Equinox“ schrieb Jean-Michel Jarre vor 40 Jahren Musikgeschichte. Lang schon war der für seine gigantischen Shows bekannte Großmeister der elektronischen Musik nicht mehr live auf der Bühne zu sehen. Am Montagabend war der Franzose in der Halle Münsterland , als letzter von insgesamt sechs Deutschland-Stationen seiner aktuellen „ Electronica “-Welttournee, zu Gast. Das ließen sich Tausende Fans nicht entgegen, und reisten zum Teil von weither an.

Und die kamen voll auf ihre Kosten. Motto: Nicht kleckern – klotzen! Jean-Michel Jarre lieferte ein gigantisches Spektakel aus Ton- und Lichteffekten. Bumm! Markerschütternd krachten um ziemlich genau 20.30 Uhr erste Einschläge in die Finsternis. Bumm Bumm Bumm. Minutenlang schufen Laser, LED-Leinwände und Scheinwerfer riesige animierte Grafiken zu Synthi-Soundflächen in sanftem Moll und mit spacigen kleinen Melodiefragmenten. Die so geschaffenen Flächen blähten sich zu den Paukenwirbeln der beiden Mitmusiker zu monströsen Räumen aus Klang und Licht auf.

Jean-Michel Jarre in der Halle Münsterland

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Dann winkte Jarre, zunächst nur schemenhaft auf einem Podest inmitten der Bühne erkennbar. „Guten Abend Münster “, rief er nach dem Song zur Begrüßung. Schon folgte mit „Oxygene 2“ der erste Megahit. Auch in der runderneuerten Fassung will man dazu einfach mittanzen.

Doch bis der Maestro vor „Brick England“, in dem die Pet Shop Boys „mitsingen“, zum Tanzen aufrief, hieß es noch längere Zeit stillsitzen. Weshalb man sich für eine komplette Bestuhlung der Halle entschlossen hat, blieb ein Rätsel. Das fanden zumindest Ingrid und Rüdiger Schmidt aus Hannover, die das Konzert zusammen mit ihren münsterischen Freunden Katharina Beining und Gerald Kassling besucheten. Der Eintrittspreis von 75 Euro war ihnen nicht zu hoch. „Wir haben die Karten schon im Sommer gekauft.“

Sogar der amerikanische Whistleblower Edward Snowden, den Jarre vor einiger Zeit in Moskau besucht hatte, grüßte in „Exit“ per Film-Einspieler mit einigen nachdenklich mahnenden Worten.

Gegen Ende der eineinhalbstündigen Megashow verwöhnte Jarre noch mit Megahits, wie etwa „Oxygene 4“ und „Equinox 4“. Zwei Zugaben.

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