Till Leneckes „Stadtspaziergang“
Ein begnadeter „Erzähler“

Münster -

Als „großartig zu zeichnen“ beurteilt Till Lenecke die Überwasser- und die Lambertikirche in Münster. Am „coolsten“ ist für ihn das Vor-Ort-Zeichnen – „einfach hingehen“ mit Skizzenblock und kleinem Aquarellset.

Freitag, 02.12.2016, 22:12 Uhr

Till Lenecke mit einigen seiner Illustrationen.
Till Lenecke mit einigen seiner Illustrationen. Foto: con

Lenecke schwärmt auch von seiner persönlichen Entdeckung, dem Botanischen Garten. „Bis zum Rausschmeißen“ ließ er sich dort zu zahlreichen Illustrationen inspirieren. Die Ergebnisse seiner Stadtrundgänge werden im Februar in Buchform vorliegen: „ Münster . Ein illustrierter Spaziergang“, angereichert mit Texten des Germanisten Till Schröder .

Am Donnerstagabend stellte der Design-Student elf seiner Illustrationen, geschmackvoll mit „Domholz“ (Holz vom Dachstuhl des Doms) gerahmt, im Lesesaal der Stadtbücherei vor. Professor Marcus Herrenberger , der die Bachelor-Arbeit begleitet, beschrieb Lenecke als „begnadeten Erzähler“, der „charakteristisch, mit feinem Strich und konzentrierter Farbigkeit“ als besonderer Beobachter seit Monaten in Münster unterwegs sei, um das Buch mit 128 Seiten fertig zu stellen. Seit 1994 zeichne Lenecke und habe darüber die Architektur entdeckt. Vor vier Monaten entstand die Buchidee.

Anschließend gab Lenecke Erklärungen zu seinen Illustrationen. Er berichtete, von seinen Schwierigkeiten, für das Theater einen richtigen Blickwinkel zu erwischen, und von interessanten Gesprächen mit Passanten. Für einen Baum, so Lenecke, brauche er eine Stunde, für die Lambertikirche zwei. Sein Lieblingsort als Hamburger sei der Hafen. Zum Wasser hat er eh eine besondere Beziehung, hat er doch nach Druckerausbildung, Erzieher- und Postbotentätigkeit, sowie bei seinen Fahrten als Seemann die Liebe zum Zeichnen entdeckt.

Sein Buch erscheint im Frühjahr 2017. Einzelne Drucke und Bildkarten werden schon jetzt im Münster-Souvenirladen verkauft.

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