Brahms-Requiem mit Universitätschor
Ein Abend, der in Erinnerung bleibt

Münster -

„Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn...“ Geradezu entrückt gestalteten die rund 100 Mitglieder des Universitätschores, das Kourion-Orchester und die Solisten Anna-Sophie Brosig (Sopran) sowie Olli Rasanen (Bariton) „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Ulrich Haspel.

Dienstag, 07.02.2017, 16:02 Uhr

Der Universitätschor sowie das Kourionorchester  unter der Leitung von Ulrich Haspel.
Der Universitätschor sowie das Kourionorchester  unter der Leitung von Ulrich Haspel. Foto: ukc

Dieser Abend wird sicherlich lange in Erinnerung bleiben. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung drängten sich lange Schlangen am Einlass. Doch schon zu jenem Zeitpunkt war die große Erphokirche komplett besetzt. Ohne groß angelegte Introduktion kam der erste der insgesamt sieben Sätze des Requiems sofort „zur Sache“. Wunderbar gelangen Chor und Orchester dynamische Bewegungen. Niemals stieß der Chor an stimmliche Grenzen, und auch das Kourion-Orchester glänzte bis auf wenige kleine Einsatz-Ungenauigkeiten.

„Herr, lehre doch mich, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muss.“ Kraftvoll gestaltete Bariton Olli Rasanen die mahnenden Solo-Chor-Dialoge des dritten Satzes. Sopranistin Anna-Sophie Brosig brillierte voller Trost: „Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“

Mancher im Publikum war in die eigens mitgebrachte Partitur vertieft. Andere summten die vertrauten Melodien mit. Am Ende gab es stehende und lang anhaltende Ovationen.

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