André Rieu in der Halle Münsterland
Im Walzerschritt durch die Halle

Münster -

Er kam, sah und siegte. Wo André Rieu auftritt, liegt ihm das Publikum in ausverkauften Hallen zu Füßen. So war es auch in Münster.

Mittwoch, 22.02.2017, 14:44 Uhr aktualisiert: 22.02.2017, 14:46 Uhr
Ab durch die Mitte: André Rieu und seine Musiker suchten in Münster mit feinen Melodien und leichten Schrittes den direkten Kontakt zum großen Publikum.
Ab durch die Mitte: André Rieu und seine Musiker suchten in Münster mit feinen Melodien und leichten Schrittes den direkten Kontakt zum großen Publikum. Foto: Gunnar A. Pier

Es war ein Rausch der Farben und Klänge – höchster Genuss für Auge und Ohr, was André Rieu und sein rund siebzig Köpfe zählendes Johann-Strauss-Orchester in der ausverkauften Halle Münsterland seinen Fans bot.

Schon der Einzug des Ensembles hätte schillernder, bunter nicht sein können. Während temperamentvoll-triumphale Marschmusik lautstark aus den Boxen schallte und das Publikum dazu rhythmisch klatschte, betraten die Herren im eleganten Frack und die Damen in prächtig-barocker Abendrobe winkend und tänzelnd die stufenartig gebaute Bühne. Livebilder dieses Spektakels wurden von mehreren Kameras auf zwei riesige, an den Decken befestigte Leinwände transferiert. Dazu lieferte im Bühnenhintergrund eine über die gesamte Hallenbreite halbrund installierte Multimediawand bunt leuchtende Fotos oder Filmeinspielungen. Den Zuhörern im bot sich ein Feuerwerk für alle Sinne.

André Rieu 2017 in der Halle Münsterland

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Musikalisch setzte Rieu den Schwerpunkt auf populäre, immer junge Kompositionen und Lieder aus dem Wiener Operetten- und Walzerrepertoire. Franz Lehárs „Dein ist mein ganzes Herz“ aus „Land des Lächelns“ oder „Meine Lippen, die küssen so heiß“ aus „Giuditta“ waren ebenso vertreten wie „An der schönen blauen Donau “ oder Melodien aus „Wiener Blut“ von Johann Strauss junior.

Eingebettet darin hinreißend vorgetragene Titel von internationalem Anstrich. Etwa die durch Richard Claydermans Einspielung bekannte „Ballade pour Adeline“, der Titelsong aus Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ oder das russische „Poljuschko Pole“ von Lew Knipper. Nach karnevalesken (Sportpalastwalzer) und Schlagerintermezzi (Kleine Kneipe) dürfte der Höhepunkt die effektvolle Inszenierung von Maurice Ravels „Bolero“ gewesen sein.

Als Solist trat Rieu kaum, als Vorspieler nur zurückgenommen in Erscheinung, eher als Teamplayer, Taktgeber und charmanter Conférencier. Er hatte hervorragende Sänger und Sängerinnen mitgebracht, etwa die drei „Platin Tenöre“ (Garry Bennett, Béla Mavrák, Eric Reddet), die zentrale Programmpunkte bestritten. Auch Instrumentalisten wie Frederic Jenniges an der Zither (Filmmelodie „Der dritte Mann“) wussten zu brillieren. Das Publikum verdiente sich applaudierend viele Zugaben.

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