Starke Ensembles, starker Gesang
Mit Schlagzeug in der Kehle

Münster -

„Wir haben lange nicht vor so viel schönen Menschen gespielt!“ rief ein Sänger des Popchores ONAIR in die voll besetzte Aula am Aasee – und los ging die bunte A-cappella-Popshow. ONAIR entführte die begeisterten Zuhörer am Freitag beim Festivalkonzerts des diesjährigen Münster Vocal Festivals in die schillernde Welt von Pop und Schlager – auf den Punkt gesungen, sicher choreographiert und mit einer Menge buntem Licht ausgestattet. Zur Eröffnung des vierten Münster Vocal Festivals hatten die sechs Sängerinnen und Sänger eine bunte Schlagersammlung im Gepäck. „Sie sieht mich nicht!“ von Xavier Naidoo kam gleich zu Beginn, von blitzeblanken Beatbox-Soli der Herren vorangetrieben. „Vocal-Percussion“ nennt ONAIR diese mit Hilfe von Stimme, Mund und Mikrophon verblüffend produzierten Schlagzeugsounds.

Sonntag, 24.09.2017, 17:09 Uhr

ONAIR bot am ersten Tag des Münster Vocal Festivals eine bunte A-cappella-Popshow. Zu den Teilnehmern des Galakonzerts am Samstag gehörte der Kammerchor „InBEATween“ (kl. Bild).
ONAIR bot am ersten Tag des Münster Vocal Festivals eine bunte A-cappella-Popshow. Zu den Teilnehmern des Galakonzerts am Samstag gehörte der Kammerchor „InBEATween“ (kl. Bild). Foto: Heike Eickhoff

ONAIR schneidert sich die Arrangements ihrer Lieder ausschließlich selbst, und deshalb passt immer alles wie angegossen auf die Stimmen des kleinen Chores. Am Ende des umjubelten Programms legten sie mit „Stairway to Heaven“ los: Das klang, a cappella mit getrickstem Schlagzeug und gesungener elektrischer Gitarre, tatsächlich beeindruckend. Schade, dass statt der vielen Schlager nicht noch mehr dezent rockige Nummern im Programm waren.

Am Samstag zeigten die teilnehmenden Chöre im Galakonzert Ausschnitte aus ihren Programmen, die in den Workshops des Festivals aufpoliert wurden. Harald Berger startete mit dem Jungen Chor Münster – swingig, sehr sympathisch und gut geprobt. Gemeinsam mit InBEATween, einem Kammerchor der Evangelischen Studierendengemeinde, sangen sie „Sound of Silence“. Never Complete Again und Alien Riders, beide unter der Leitung von Juri Berges-Maas, kamen mit „I Need a Dollar“ und „Stay“ glänzend an und begeisterten mit ihrer lebendigen kleinen Show dazu.

Ladies First, ein Frauenchor, legte nach der Pause mit sehr sauberem, aber ein wenig bravem Barbershopgesang nach. Piece of Popchor nennt sich die bunte Truppe, die unabhängig vom großen Münsterschen Popchor (und ohne Leitung) auf die Bühne kam und direkt mit „Castle of Glass“ die Zuhörer begeisterten.

Am Ende des sehr umfangreichen Konzerts summte Wolfgang Saus, Dozent des Festivals, mit Beifall gefeierte Obertöne in die Aaseeaula. Dozent und Arrangeur Jens Johansen lud die Zuhörer zu einem gemeinsamen Lied ein – alle sangen mit und gingen beschwingt, die Melodie noch summend, nach Hause.

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