Angelika Rauf in der Ausstellungshalle Hawerkamp
Disziplinierte und wilde Linien

Münster -

Die Disziplin und das Wilde, das scharfe Kalkül und das unberechenbare Wagnis, das Blatt und der Ton – in den Arbeiten von Angelika Rauf verbergen sich Spannungen, die sich auf den ersten Blick verbergen. Im Rahmen ihres Atelierstipendiums 2017 des „Hawerkamp 31“ zeigt die Studierende der Kunstakademie Münster ihre Arbeit „between the lines“ in der Ausstellungshalle.

Donnerstag, 19.10.2017, 19:10 Uhr

Angelika Rauf ist Zeichnerin und Keramikerin. In diesen Raku-Skulpturen kombiniert die Studierende der Kunstakademie Münster ihre beiden künstlerischen Zweige.
Angelika Rauf ist Zeichnerin und Keramikerin. In diesen Raku-Skulpturen kombiniert die Studierende der Kunstakademie Münster ihre beiden künstlerischen Zweige. Foto: Gerhard H. Kock

In ihrer Figurengruppe „Dialog of Drawing“ sind Keramiken scheinbar locker gruppiert, doch die abstrakten Formen korrespondieren miteinander – fast wie in einer Familie: verwandte Formen, vergleichbare Lebensspuren auf der Oberfläche und doch stets Individuen. Bei längerer Betrachtung könnte man dieses keramisch gezeichnete Sippentreffen plaudern hören . . .

Angelika Rauf in der Hawerkamphalle

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  • Foto: Gerhard H. Kock
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In totalem Gegensatz sind die strengen Zeichnungen an der Wand. Scheinbar computerpräzise Linien prägen die Blätter. Doch die Geduld lässt das Auge lernen, differenzieren, und immer mehr tritt die Hand, tritt das Menschliche in Erscheinung: die gezeichneten Striche des Fineliners differieren minimal in der Dicke, gelegentlich schert ein Streifen minimal aus der Reihe.

Dieses Feinarbeit und Konzentration hat einen Gegenpol in den großformatigen physischen Zeichnungen, die Rauf mit weit ausholenden Bewegungen auf ein Blatt (es hat ihre Körperausmaße mit ausgestreckten Armen) auf dem Boden wischt, auf den Knien mit Schonern. Dieser raumgreifende Auftrag der Material-„Massen“ an Grafit geschieht in Schichten, wodurch beim Aufhängen mit Abstand von der Wand in diesem Schwarz geradezu luzide Plastizität entsteht.

Ein Japan-Aufenthalt hat sie nachhaltig beeinflusst. Dementsprechend sind Raku-Skulpturen zu sehen. Durch die spezielle Art des Brennens solcher Keramik, übergibt die Künstlerin die Vollendung ihrer Arbeit dem Feuer. Rauf hat mit den Händen unfigürlich geformte Objekte mit freien Linien überzogen und mit Glasur übergossen. Durch den Rauch entstehen neue Flächen und Linien.

Zum Thema

Die Vernissage ist am Freitag (20. Oktober) um 19 Uhr in der Ausstellungshalle Hawerkamp, Am Hawerkamp 31. Geöffnet: Samstag und Sonntag (21. und 22. Oktober) von 15 bis 19 Uhr sowie auch während der „Offenen Ateliers“ (27. bis 29. Oktober).

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