50 freischaffende Künstler laden zu den „Offenen Ateliers am Hawerkamp“
Busfahrer im blauen Dämon

Münster -

Verspielt, verrückt, versponnen – Münsters größte Künstlerkolonie öffnet am Wochenende ihre Ateliers. Zentraler Anlaufpunkt ist die Titanickhalle, die auch in Zukunft öfter für Ausstellungen der 50 freischaffenden Künstler genutzt werden soll. Einige präsentieren sich zu den „Offenen Ateliers“ auch dort.

Donnerstag, 26.10.2017, 23:10 Uhr

Die Arbeiten erhalten in der Titanickhalle eine besondere Wirkung – hier Malerei von Kristina Kugler.
Die Arbeiten erhalten in der Titanickhalle eine besondere Wirkung – hier Malerei von Kristina Kugler. Foto: Gerhard H. Kock

Offene Ateliers 2017 am Hawerkamp

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Und dies Umfeld ist ein Gewinn für viele Werke, wie die von Kristina Kugler , deren erdiges, naturverbundenes Spiel mit Figur und Struktur in diesem rohen Industriebau eine Anmutung von Höhlenmalerei bekommt. Hier finden sich zudem die interaktiv kinetischen Werke von Volker Wessendorf: Ein geheimnisvoll hautfarbener Kubus scheint etwas Lebendiges zu beherbergen und reagiert auf Annäherung.

Unweigerlich reagiert der Besucher vor dem Atelier von Ulrike Vetter : Sie konfrontiert ihn dort mit dem „Ort für persönliche und gesellschaftliche Überforderung“. Durch ein herausgerissenes Loch schaut ein leidender Jesus die Betrachter an und scheint zu fragen: Was ist dein Ort?

Vor Ort ist Elke Seppmann unterwegs und gewinnt der impressionistischen Malerei eine Nachtseite ab: Mit LED-Lämpchen baut sie ihr Stativ in der Dunkelheit vor Münsters Tankstellen auf und malt. So ist bei ihr ein Vergleich möglich: Malerei nach Fotovorlage und unter freiem Himmel (plein-air). Dafür hat Christian Heeck das helle Licht für sich entdeckt, weniger den Sonnenschein, denn die innere Leuchtung, in jedem Fall weniger expressive Kontraste als früher.

Anne Fellenberg stellt ihr Landart-Projekt „Maßlose Linie“ vor, eine künstlerische Landvermessung: Lanzarote topographisch nachempfunden. Martina Pott zeigt die Requisiten ihres Musikvideos „Tar Pit Lounge“ für „Wolftananzug“: Eine Wolfskopf-Discokugel illuminiert flackernd benebelt wirkende Fratzen. Auf Gerhard Richter nimmt Heinz Zwernemann Bezug, wenn er über seiner Malerei-Installation „9/11“ ein Foucaultsches Pendel in einer bizarren Konstruktion kreisen lässt.

Christiane Schöpper hat den erst 18-jährigen Luis Niemann zu Gast, dessen erschreckend schrägen Figuren an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen und entfernt an Tomi Ungerer erinnern.

Monika Scholz zeigt ausgefeilte Druckgrafik wie Carborundum, Kombinationen von Prägedruck mit Lithographie und ihr Markenzeichen: die Strukturen der Kozo-Faser. Neu ist Malte Rommel mit 3-D-Zeichnungen, die Titel tragen wie „Der Busfahrer im blauen Dämon“.

Zum Thema

Die Offenen Ateliers am Hawerkamp 31 werden am Freitag (27. Oktober) um 19 Uhr in der Ausstellungshalle eröffnet. Der Rundgang ist am Samstag (28. Oktober) von 15 bis 20 Uhr und Sonntag (29. Oktober) von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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