Im Pumpenhaus ging der dritte Teil der Cactus-Soap über die Bühne
Diesmal erwischt es eine Bardame

Münster -

Ein Toter pro Folge ist ein gutes Maß. Also wurde auch am Wochenende wieder gestorben, als im Pumpenhaus der dritte Teil der Cactus-Soap über die Bühne ging. Diesmal hat es eine der drei Bardamen erwischt. Und zwar auf eine Art, die ein wenig an Exorzismus erinnert – ausgeführt vom netten Thommie und dem neu eingeführten Pater Alesto Fratelli, einem Jesuiten, der sich als „CIA des Vatikans“ vorstellt und offensichtlich noch ein Hühnchen mit dem sinistren Butler der Perlenbachers zu rupfen hat.

Sonntag, 10.12.2017, 16:12 Uhr

 „Der Mann aus Rom“: Pater Alesto Fratelli (David Smith) mit dem Soap-Ensemble.
 „Der Mann aus Rom“: Pater Alesto Fratelli (David Smith) mit dem Soap-Ensemble. Foto: Ralf Emmerich

Diesmal drücken die Autoren ein bisschen mehr aufs Gas. Und das ist gut so. Kurze aussagekräftige Szenen treiben die Handlung voran. Die Darsteller scheinen in ihren Rollen angekommen zu sein und können sich an die Feinarbeit machen. Die Dialoge zeigen mehr Biss, und die Figuren gewinnen an Kontur. Sogar die gelähmte Mucci, die bisher immer nur über die Bühne geschoben wurde, erhebt sich aus ihrem Rollstuhl und greift aktiv in das Geschehen ein.

Einer Aufklärung der Morde kommt man damit allerdings keinen Deut näher. Zwar macht sich beim braven Zwilling Lea eine Persönlichkeitsspaltung breit, die andeutet, sie selbst habe ihre Schwester getötet. Aber das würde Oberbösewicht Robert Perlenbacher schon wieder so gut in den Kram passen, dass es einfach nicht wahr sein kann. Praktisch ist auch, dass sich Claire, die neue Geliebte des Zahnarztes Oswald Perlenbacher , als Staatsanwältin entpuppt. Dadurch hat sie hervorragende Kontakte zur Pathologie, wo man bei der Leiche von Döner-Dino einige Merkwürdigkeiten entdeckt hat.

Passend zur vorgerückten winterlichen Jahreszeit steht natürlich Weihnachten im Mittelpunkt. Das gibt dem Regieteam um Alban Renz Gelegenheit, das Intrigenspiel mit allerlei Festlichkeit und besinnlichen Liedern aufzuhübschen. Gut gemacht ist auch die Szene, in der Zahnarzt Oswald Perlenbacher eine Oper besucht, deren Handlung ihm seine eigenen Verbrechen vor Augen führt. Und um die tote Bardame muss man sich ebenfalls keine Sorgen machen. Sie wurde kurzerhand durch die abgelegte Geliebte des Zahnarztes ersetzt, die ja sonst keine rechte Funktion mehr gehabt hätte. Überhaupt scheint hinter dem merkwürdigen Bardamen-Trio ein Geheimnis zu stecken, das den Besuch der vierten Folge im Pumpenhaus quasi zur Pflicht macht.

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