„Selbstbefragungen“ beim Förderverein Aktuelle Kunst
Grundriss-Wandel von militärisch zu zivil

Münster -

Welches Potenzial hat ein Kunstort? Welche Möglichkeiten ergeben sich konkret aus dem Ausstellungsraum des Fördervereins Aktuelle Kunst? Diese Richtung hat sich das neue Kuratorinnenteam für sein Jahresprogramm und die vierteilige Ausstellungsreihe „Selbstbefragung“ gegeben.

Freitag, 23.03.2018, 19:03 Uhr

Den Grundriss eine Doppelhaushälfte früherer britischer Militärangehöriger hat Ana de Almeida innerhalb und außerhalb des Gebäudes Fresnostraße 8 als Markierung aufgebracht.
Den Grundriss eine Doppelhaushälfte früherer britischer Militärangehöriger hat Ana de Almeida innerhalb und außerhalb des Gebäudes Fresnostraße 8 als Markierung aufgebracht. Foto: Gerhard H. Kock

Welches Potenzial hat ein Kunstort? Welche Möglichkeiten ergeben sich konkret aus dem Ausstellungsraum des Fördervereins Aktuelle Kunst? Diese Richtung hat sich das neue Kuratorinnenteam für sein Jahresprogramm und die vierteilige Ausstellungsreihe „Selbstbefragung“ gegeben. Zum Auftakt beschäftigt sich die portugiesische, derzeit in Wien lebende Künstlerin Ana de Almeida mit Konversion, der Umwandlung militärischer Bauten in bürgerliche Häuser.

Der Kunstraum Fresno­straße 8 ist dafür als ehemaliges Offizierkasino der Lincoln-Kaserne bestens geeignet. Als ästhetische Grundform wählt Ana de Almeida exemplarisch den Grundriss einer Doppelhaushälfte für britische Militärangehörige vom Köhlweg 1-29. Ihn findet der Besucher gleichsam wie eine archäologische Ausgrabungsmarkierung vor: Die Hauslinien ignorieren als Klebestreifen innen und als Pflasterlinie außen das existierende Gebäude, als wollte sich der „Haustyp B H30“ als historische Markierung in Erinnerung bringen.

Ana de Almeida beim Förderverein Aktuelle Kunst

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Ein Fotobuch zeigt die stereotypen Eingänge der seriellen Häuser, in denen Militärangehörige wegen der Versetzung alle gut fünf Jahre kaum Wurzeln schlagen konnten. Nun kehrt mit der Umwandlung in zivile Häuser Individualismus ein. Dies versinnbildlicht ergänzend ein dritter Teil der Schau. Die Künstlerin hat neue Bewohner der Britenhäuser gebeten, Grundriss-Zeichnungen anzufertigen – von der Kinder- bis zur 3D-Zeichnung geht es sehr persönlich zu. Architekten-Pläne jener Gebäude ergänzen die Schau.

Zum Thema

Bis zum 22. April in und an der Fresnostraße 8.

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