Friedrich-Hundt-Gesellschaft präsentiert Hochschule der bildenden Künste Essen
Fotografische Dimensionen

Münster -

Wenn die Friedrich-Hundt-Gesellschaft ihre Ausstellung im Stadtmuseum „Verortung“ nennt, ist dies diesmal nicht räumlich gemeint, sondern eher als künstlerische Haltung. Ein Dutzend Absolventen und Studierende der erst 2013 gegründeten Hochschule der bildenden Künste Essen präsentieren zusammen mit den Professor Carsten Gliese (Köln) und Anja Kempe (Dresden) und Thomas Wrede (Münster) ihre künstlerischen Positionen.

Donnerstag, 03.05.2018, 17:05 Uhr

Per Schalter lässt Loïc Hommel eine quadratische Platte auf -42 Grad herunterkühlen (l.). Wie die Luftfeuchtigkeit schneit und auf Steinchen einzigartige Kristalle bildet (r. o.) und nach sieben Minuten alles wieder zerschmilzt, ist auf einem Bildschirm zu sehen.
Per Schalter lässt Loïc Hommel eine quadratische Platte auf -42 Grad herunterkühlen (l.). Wie die Luftfeuchtigkeit schneit und auf Steinchen einzigartige Kristalle bildet (r. o.) und nach sieben Minuten alles wieder zerschmilzt, ist auf einem Bildschirm zu sehen. Foto: Gerhard H. Kock

Kunsthochschule Essen im Stadtmuseum

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Die Landschaftsfotos von Angela Brandt sind markiert mit Licht. Sie beleuchtet einzelne Objektflächen (meist Häuser) im Abendlicht, wodurch eine Tag- und Nacht-Gleichzeitigkeit entsteht. Bei Carsten Gliese (früher Kunstakademie Münster ) bilden Rasterpunkte und -flächen anhand der Architektur-Elemente „Türen“ eine Raum-Empfindung.

Während hier Abstraktes gleichsam eine gegenständliche Identität erhält, macht es Annette Hiller umgekehrt: Im Falle ihrer Metall-Ringe oder Schrumpfgummis in „Setzkästen“ verlieren die Objekte ihre Identität, werden im Rhythmus ganz Struktur.

Die „Frozen world“ von ­Loïc Hommel visualisiert das Entstehen und Vergehen einer Eislandschaft im Kleinen und macht deren Entstehung transparent. In Anja Kempes Video versuchen sich Amateure als „Sterbender Schwan“. Sebastian Luty zeigt gleichsam Elemente seines Projekts „100“. Por-träts „blicken“ mit Augenbinde in acht Richtungen und werden später unterschiedlich kombiniert.

Ein Stuhl wird bei Meike Poese zum vorgegebenen Rahmen für eine Haltung, die bei den Porträtierten mehr als das rein Körperliche umfasst. Die Architektin Gabi Rottes wirft auf Alu-Quadraten mittels strenger Flächen-Geometrie scheinbar Licht aus einem „Flur“ in einen Raum, so als sähen Kinder, wie just ihre Eltern nächtens nach Hause kommen – oder umgekehrt . . .

René Sikkes überträgt bunte Scherenschnitt-Collagen mit Motiven aus Filmen („Kevin allein zu Haus“) ins Fotografische. Die Fläche hat bei Shari Weirig Tiefe, wenn sie Netz- oder Gitter-Raster fotografiert – ein Spiel mit der dritten Dimension. Charlotte Winnenbrock schafft mittels Zeitungsmagazin-Schnipseln surreale Collagen. Der Münsteraner Thomas Wrede schließlich dehnt die Raum-Dimensionen ins Unendliche, wenn er seine Modell-Häuschen ohne Orientierungsmaßstab in eine weite Landschaft stellt.

Auch wenn die Hochschule noch recht jung ist, haben die Studierenden des Fachgebiets Fotografie/Medien schon diverse Auszeichnungen erfahren. Sie wurden im internationalen Hochschulwettbewerb „Upcoming Masters of Photography“ mit einer Ausstellung auf der photokina 2016 durch Leica und die Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet.

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Die Eröffnung ist am Sonntag (6. Mai) um 16 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 6. August im Stadtmuseum, Salzstraße, zu sehen.

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