Benefizkonzert in der Petrikirche
Spirituelles von Bach bis Mozart

Münster -

Berührend und ungewöhnlich: Arvo Pärts „Berliner Messe“ eröffnete am Samstagabend ein Benefizkonzert in der Petrikirche, das eine große Bandbreite der Kirchenmusik von Bach über Mozart bis in die Moderne auffächerte. Zum Glück nicht nach dem Motto „ein bunter Strauß Melodien“, vielmehr betonte die mit Bedacht zusammengestellte Musik vor allem die hohe Spiritualität der ausgewählten Werke. Anna-Sophie Brosig, Janina Hollich, Maximilian Vogler und An­dreas Post bildeten den solistisch besetzten Chor. Begleitet wurden die Sänger unter der Leitung von Jonas Kirchhübel dabei von den wunderbaren Internationalen Bachsolisten, Musikern des Königlichen Concertgebouw-Orchesters Amsterdam.

Sonntag, 03.06.2018, 16:02 Uhr

Anna-Sophie Brosig (Sopran), Janina Hollich (Alt), Maximilian Vogler (Tenor) und Andreas Post (Bariton) glänzten als Solisten eines Benefizkonzerts in der Petrikirche.
Anna-Sophie Brosig (Sopran), Janina Hollich (Alt), Maximilian Vogler (Tenor) und Andreas Post (Bariton) glänzten als Solisten eines Benefizkonzerts in der Petrikirche. Foto: Heeke

Die „Berliner Messe“ besticht durch die klare, transparente Tonsprache Arvo Pärts , aber auch durch die Demut des als zutiefst gläubig beschriebenen Komponisten. Das Ensemble in der Petrikirche ließ dem zarten und flehenden „Kyrie“ ein bewegtes, farbenreiches „Gloria“ folgen, dann ein „Alleluja“ mit Anklängen an die Gregorianik. In den Mittelpunkt stellten Chor und Orchester ein fröhliches, bejahendes „Credo“, wie ein Fest – was gut zur Entstehung des Werks passt, eines Auftragswerks für den Katholikentag in Berlin 1990.

Klanglich verwurzelt in der Romantik, traten Janina Hollich und Andreas Post in einer Auswahl aus Antonin Dvořáks „Biblischen Liedern“ op. 99 solistisch hervor, die Oboistin Miriam Pastor Burgos bereicherte das Orchester für diese Werke um eine zusätzliche Klangfarbe. Die Psalmvertonungen gelten als persönliches Bekenntnis des Komponisten. Mit Francis Poulencs „Salve Regina“ fügten die vier Solisten dem Abend die Facette des A-cappella-Chors hinzu. Das bewegende Marienlob schien die Kirche mit einem musikalischen Leuchten zu füllen und schwebte wie ein Ruhepol zwischen Mozarts berühmten Divertimento D-Dur für Streicher, „Salzburger Sinfonie Nr. 1“, und Bachs Kantate „Nur jedem das Seine“ BWV 163.

Das gut besuchte Benefizkonzert war eine Initiative der Rotary Clubs Münster-Westfalen und Amsterdam Nachtwacht. Die Konzerteinnahmen gingen an das „Ocean­ Cleanup“ Projekt, eine Organisation, die Aufräumanlagen entwickelt, um Plastikmüll aus den Weltmeeren zu sammeln und dem Recycling zuzuführen.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5789619?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F646285%2F
Nachrichten-Ticker