Neue Ausstellung in der Torhaus-Galerie
Farbe ist das entscheidende Element

Münster -

Was ist Heimat? Die Frage wird in Zeiten der Globalisierung viel diskutiert. Auch die münsterische Künstlerin Miriam hat sich mit dem Thema befasst. Nun stellt sie unter dem Titel „Geheime Heimat“ 32 Bilder aus.

Dienstag, 28.08.2018, 17:16 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 28.08.2018, 17:16 Uhr
Die münsterische Künstlerin Miriam stellt in der Torhaus-Galerie unter anderem Linolschnitte und Monotypien aus.
Die münsterische Künstlerin Miriam stellt in der Torhaus-Galerie unter anderem Linolschnitte und Monotypien aus. Foto: anf

„Die Torhausgalerie wird zur geheimen Heimat.“ Mit diesem Satz werden die Besucher ab Sonntag (1. September) um 11 Uhr in dem historischen Wachthäuschen empfangen. Der Stadtheimatbund zeigt dann die Ausstellung „Geheime Heimat“ der münsterischen Künstlerin Miriam.

Insgesamt sind 32 Kunstwerke zu sehen. Eine einheitliche Technik hat die 42-Jährige, die seit ihrer Jugend künstlerisch aktiv ist, nicht verwendet. Es gibt Aquarelle, zahlreiche Linolschnitte, Monotypien und Radierungen, die mit Tusche überarbeitet wurden. „Die großen Gemälde habe ich mit Acryl gemalt“, sagt Miriam.

Viele Rot-, Gelb- und Blautöne strahlen dem Betrachter von den bunten Bildern entgegen. „Farbe ist für mich das entscheidende Element“, sagt Miriam. Bevor sie sich für ein Bildmotiv entscheide, stehe die Farbe häufig schon fest. Sie sei der Ausgangspunkt. Doch es finden sich auch Bilder, die in schwarz, weiß und grau gehalten sind: „Das hat dann auch eine ganz bestimmte Wirkung.“

„Geheime Heimat“: Künstlerin Miriam stellt aus

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  • Bunte Linolschnitt sind vielleicht der erste Blickfang im Ausstellungsraum im historischen Torhaus am Neutor. Die münsterische Künstlerin Miriam stellt dort aus.

    Foto: Anna Spliethoff
  • Das Bild „Allein“ ist besonders farbenfroh. Miriam hat mit Acryl auf Baumwolle gemalt.

    Foto: Anna Spliethoff
  • Zahlreiche kleine Monotypien hängen neben einem großen Acryl-Gemälde.

    Foto: Anna Spliethoff
  • Ursula Warnke (l.) vom Stadtheimatbund hat sich gemeinsam mit der Künstlerin Miriam schon in der Galerie umgesehen.

    Foto: Anna Spliethoff
  • „Duster-Frau“ ist ein Linolschnitt.

    Foto: Anna Spliethoff
  • Das Bild „Schmetterlingsfrau“ ist eines von wenigen Aquarellen in der Ausstellung.

    Foto: Anna Spliethoff

Mit dem Titel der Ausstellung möchte Miriam nicht vorgeben, was Heimat ist. Vielmehr wolle sie zeigen, dass jeder Heimat aufgrund von Gefühlen und Lebenserfahrungen anders wahrnimmt. „Die Bilder zeigen mein Verständnis von Heimat“, so die Künstlerin.

Obwohl alle Bilder das gleiche Thema vereinen, unterscheiden sie sich stark. Auf fast allen sind Figuren zu sehen, einige lösen sich beinahe im Hintergrund auf, andere sind klar zu erkennen. „Ich mag diese Verbindung von Abstraktion und Figur“, so Miriam.

Die Künstlerin stellt übrigens zum ersten Mal in der Torhaus-Galerie aus. „Der Titel der Ausstellung kommt unserem Schwerpunkt entgegen“, sagt Ursula Warnke vom Stadtheimatbund. Der Heimat-Begriff stehe in Zeiten von Medialisierung und Globalisierung außerdem besonders zur Debatte. Das hat auch Miriam angetrieben: „Es ist schön, dass ich etwas dazu beitragen kann.“

Zum Thema

Vom 2. September bis 26. Oktober ist die Ausstellung montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr sowie mittwochs zusätzlich von 16 bis 19 Uhr im Torhaus zu sehen.

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