Abschluss der 13. Gartenakademie des Künstlers Wilm Weppelmann
Schöne Klänge und ein köstliches Süpplein

Münster -

Wilm Weppelmann schmunzelt: „Ich bin ganz zufrieden mit der diesjährigen Gartenakademie.“ Und verrät, dass fast alle Veranstaltungen so gut besucht waren, dass die knapp 80 Stühle im Garten nicht für die Zuschauer ausreichten. Am Freitag nun ging die zwölfte Gartenakademie mit einem feinen Abschlusskonzert und der obligatorischen Suppe, dem „traditionellen Dank des Gartens“, wie Weppelmann bemerkte, zu Ende.

Sonntag, 02.09.2018, 15:02 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 02.09.2018, 15:02 Uhr
Das Musiker-Duo Gudula Rosa und Marko Kassl beim Finale der Gartenakademie 2018
Das Musiker-Duo Gudula Rosa und Marko Kassl beim Finale der Gartenakademie 2018 Foto: Eickhoff

Die Musiker Gudula Rosa und Marko Kassl sorgten virtuos für die Töne am letzten Abend der Gartenakademie, Wilm Weppelmann las zwischendurch kurze Auszüge aus Dantes „Die göttliche Komödie“. Die Zuhörer im Grün feierten das Trio mit viel Beifall.

Gudula Rosa und Marko Kassl hatten einen unterhaltsamen bunten Strauß mit Musik verschiedener Epochen, von virtuosem Geplänkel über expressive, kantable Sätze bis hin zu Neuer Musik, mitgebracht. Marko Kassl versorgte Rosa am Akkordeon mit einem zuverlässigen Generalbass, wo notwendig, und zeigte sich als gleichberechtigter musikalischer Partner im spielfreudigen, virtuosen Duo.

Violeta Dinescus „Trajektorie“ („Pfade“) entstand erst vor wenigen Monaten für das Duo Gudula Rosa und Marko Kassl. Vier Blockflötentypen sind notwendig – für Gudula Rosa, die über eine ganze Reihe wohlklingender Blockflöten verfügt, eine hörbar willkommene Herausforderung. Die Ausschnitte aus diesem im Original 25 Minuten langen Werk, garniert mit so ziemlich allen Spieltechniken Neuer Musik wie Flatterzunge und Mitsummen, belebt vom klanglichen Kontrast der Blockflöten, die von Sopranino bis Großbass gefordert werden, waren einer der Höhepunkte des Abends. Gefolgt von einer Pavane Johann Schops aus einer Sammlung von 1633 unterhielt das Musikprogramm durch Abwechslung. Auch Yu Kuwabaras „Flowers of Fading“, das als zweites Werk des Abends auf einen sicher in die Flöte gesungenen „Dowland“ folgte, begeisterte mit wenig, aber dicht gesetztem Tonmaterial.

2019 beschäftigt sich Weppelmanns Freie Gartenakademie mit „Nachbars Garten“: Die Niederlande stehen im Zentrum. Autor und Gartenfreund Cees Nooteboom wird dabei ein größere Rolle spielen, verrät Wilm Weppelmann schon jetzt.ii

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