Adam-Riese-Show in der Cloud
Ex-Punk hat ’ne Ecke ab

Münster -

Ein bisschen Protest gegen die Presse darf ruhig sein – zumal, wenn sie so ironisch rüberkommt wie bei Showmaster Adam Riese.

Dienstag, 11.09.2018, 18:54 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 10.09.2018, 23:31 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 18:54 Uhr
Riese mit seiner Gäste-Runde in der Cloud (v.l.): Dr. Heinrich Kreft, Christiane Hagedorn, Anja Brukner, Christoph Hausdorf, Adam Riese und Hannes Schöner.
Riese mit seiner Gäste-Runde in der Cloud (v.l.): Dr. Heinrich Kreft, Christiane Hagedorn, Anja Brukner, Christoph Hausdorf, Adam Riese und Hannes Schöner. Foto: Tom Heyken

Ein bisschen Protest gegen die Presse darf ruhig sein – zumal, wenn sie so ironisch rüberkommt wie bei Showmaster Adam Riese. An dieser Stelle wurde anlässlich seiner vorigen Show behauptet, dass dem Sänger Henning Wehland seine wilden Jugendjahre anzusehen seien, Krawattenmann Riese die seinen aber nicht. Das schrie für den Ex-Punk Riese nach Satisfaktion . . .!

Er pfefferte am Sonntag also nicht nur Zeitungs-Verrisse seiner Punk-Konzerte der 80er Jahre auf die Leinwand, sondern präsentierte gleichsam auch „Veteranen-Spuren“ – genauer: eine winzige fehlende Ecke im Schneidezahn, die ihm einst ein Pogo-Tänzer zufügte, mittels Sprung ins Gesicht. Wir geloben: Die nächste Recherche wird dentale Details nicht aussparen!

Showgäste waren am Sonntag Dr. Heinrich Kreft (deutscher Botschafter in Luxemburg), Anja Brukner und Christoph Hausdorf (Morningshow-Moderatoren bei Antenne Münster) sowie Hannes Schöner, (Bassist der Kölschen Kultband „Höhner“). Markus Paßlick und seine „Original Pumpernickel“ erhielten Verstärkung von Christiane Hagedorn, die in famoser Weise Auszüge ihres Programms „Der kleine Spatz vom Bosporus“ sang.

Am Bosporus war Dr. Heinrich Kreft noch nicht im diplomatischen Einsatz – dafür aber in La Paz (Bolivien), Tokio oder Washington. Er erzählte, wie er dort „Nine Eleven“ erlebte, wie das Senatsgebäude geräumt wurde. „Halb Washington war auf der Straße“, erinnert sich der gebürtige Steinfurter Kreft, nachdem er auch die sanften Damen-Stimmen beschrieben hatte, die in Tokio per Lautsprecher über Erdbeben informieren.

Ein Erdbeben löste „Höhner“-Mitglied Hannes Schöner zwar nicht aus, aber fast. Als er mit Hagedorn „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ anstimmte, gab es Gänsehaut-Momente. Der verwegen aussehende Grau-Blonde wirkt mehr wie ein Rock’n’ Roller als wie ein Urgestein der Kölschen Karnevals-Szene („Wir haben dort immer noch fünf Auftritte pro Tag!“). Schöner hat musikalisch immer souverän geliefert, was bestellt wurde, Hit-Nummern bei Hecks Hitparade im ZDF inklusive. Auch „bewusstseinserweiternde“ Substanzen probierte er aus; heute reicht ihm die Meditation, die seine Ehefrau auch beruflich lehrt.

Meditierend kämen die Moderatoren Anja Brukner und Christoph Hausdorf allerdings nicht weit. Brukner beherrschte die Mikro-Masche schon als Kind (als „Emily Muskulös“), wie ein Einspieler keck bewies.

Zu einer „Show-Geburt“ kam es nicht, obwohl Assistentin Miss Miri höchst schwanger auftrat. Ihr hätte auch die Schlagzeile „Riese bekommt Zwerg“ gefallen, sagte sie nach der Show.

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