Künstler an der Fresnostraße öffnen am Wochenende ihre Ateliers
Es scheppert schräg und leuchtet leise

Münster -

Gegenstände sind unerschöpflich – auf der einen Seite ein wild chaotischer Spiele-Spaß, auf der anderen Seite ein ruhiges fast kosmologisches Kreisen.

Donnerstag, 13.09.2018, 00:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 23:09 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 13.09.2018, 00:00 Uhr
Martina Mucks Lichter verbreiten meditative Stimmung.
Martina Mucks Lichter verbreiten meditative Stimmung. Foto: Gerhard H. Kock

Gegenstände sind unerschöpflich – auf der einen Seite ein wild chaotischer Spiele-Spaß, auf der anderen Seite ein ruhiges fast kosmologisches Kreisen. 13 Künstler der Ateliers an der Fresnostraße und ihre sechs Gäste laden am Wochenende zur Auseinandersetzung mit ihren aktuellen Arbeiten ein.

Offene Ateliers 2018 an der Fresnostraße

1/42
  • Bettina Dettmer und Willi Kramer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Bettina Dettmer und Willi Kramer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Bettina Dettmer und Willi Kramer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Bettina Dettmer und Willi Kramer

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hyun Gyoung Kim

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hyun Gyoung Kim

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hyun Gyoung Kim

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hyun Gyoung Kim

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hyun Gyoung Kim

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Georg Hartung und Anja Kemker

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Georg Hartung und Anja Kemker

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Georg Hartung

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Georg Hartung

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Georg Hartung

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Georg Hartung und Anja Kemker

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Matthias Anders

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Matthias Anders

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Matthias Anders

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Matthias Anders

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Anke Gollub

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Anke Gollub

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Anke Gollub

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Anke Gollub

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Anke Gollub

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martina Muck

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martina Muck

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martina Muck

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martina Muck

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martina Muck

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Martina Muck

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Claudia Seibert

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Claudia Seibert

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Claudia Seibert

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Claudia Seibert

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Monir Nikouzinat Monfared

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Monir Nikouzinat Monfared

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Uwe Ehrngruber

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Uwe Ehrngruber

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Olaf Thomas

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Olaf Thomas

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Olaf Thomas

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Olaf Thomas

    Foto: Gerhard H. Kock

Bettina Dettmer und Willi Kramer organisieren ein Chaos von Sachen. Diesmal mit Katzenbällen. Das Spielzeug mit motorgetriebener Unwucht eiert unberechenbar herum. Katzen hätten damit nichts anfangen können. „Wir fanden das sehr spannend“, freut sich Dettmer und stellt die blauen Kugeln an: Die flippern durch Lampen, die bei Kontakt flackern, via Kehrblech und Seilkonstruktion läuten Gläser-Glocken oder Einweg-Handschule umkreisen sich winkend und klatschend: ein vergnügliches Spektakel für die Augen.

Das ist die Licht-Installation von Martina Muck auch, nur viel ruhiger. Zwei Taschenlampen leuchten auf einen sich gleichmäßig drehenden Kosmetikspiegel mit Vergrößerung. Die Reflexionen der Spiegelseiten umkreisen den Schatten des Spiegels. Dabei verändern sie auf Boden und Wänden ihre Form – ein gleichsam kosmisches Ereignis aus Spiegel, Schatten und Licht.

Licht spielt auch bei einer Gemeinschaftsarbeit von Georg Hartung und Anja Kemker eine Rolle. Sie haben eine weiße Skulptur fotografiert und projizieren das Foto positiv wie negativ auf die Figur. Dadurch erhöht sich ihre Präsenz: an der Wand entsteht ein diffuser Schatten sowie ein scharfer Konturstreifen aus Licht von ihr. Sie selbst ist auf sich selbst mal positiv, mal negativ gedoppelt.

Anke Gollub zeigt einen Art Hochsitz-Skulptur: eine Holzkiste auf Stützen. Lichtschlitze reichen, um mit dem Licht Stimmung zu erzeugen und die Neugier zu stimulieren, was wohl in der Kiste ist. Ferner hat Gollub vom 1. Mai bis zum 10. September jeden Tag Striche gesetzt. Diese „Strichliste“ wirkt durch die leicht unterschiedlichen Stärkegrade als Ganzes betrachtet, wie die Aufzeichnung von Stimmungswerten.

Claudia Seibert zeigt ihre täglichen Zeichnung von den Skulptur-Projekte 2017. Ferner hat sie sich wieder der abstrakten Malerei zugewandt und zeigt Aquarelle, Öl und Pigment zu den Begriffen „weich, spitz und schwer“.

Hyun Gyoung Kim wird bunt. Die Ästhetik bleibt in der Form minimalistisch, außer vielleicht beim sechshändigen Mädchen. Marion Niessing zeigt das Video eines balzenden Pfaus in pixeligem Schwarz-weiß. Wie die Dame seiner Begierde ihn schnöde ignoriert, ist tragisch.

Just an der Fresnostraße eingezogen ist Matthias Anders, der Collagen zeigt.

Zum Thema

Die Eröffnung ist am Freitag (14. September) um 19 Uhr in der Fresnostraße 8. Lisa Tschorn zeigt ihre Performance „Change your handwriting, change your life“. Samstag erklingen elektronische Improvisationen von Benedikt Surmund (16 bis 19 Uhr). Am Sonntag um 15 Uhr findet ein Rundgang statt. Geöffnet sind die Ateliers: Samstag und Sonntag von 15 bis 19 Uhr.

...
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6045776?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F646285%2F
Politiker bestellen Eurobahn-Vertreter ein: „Daumenschrauben anziehen“
Pendler-Proteste: Politiker bestellen Eurobahn-Vertreter ein: „Daumenschrauben anziehen“
Nachrichten-Ticker