Claassens Vorpremiere in Münster
Beziehungen und Mett-Igel-Abschied

Münster -

Jens Heinrich Claassen feiert ein Heimspiel. Der geborene Münsteraner zelebriert die zweite Vorpremiere seines neuen Soloprogramms im ausverkauften Kreativhaus und lässt sich von den Zuschauern gehörig feiern. Anfang November hat sein Programm „Ich komm schon klar“ in Köln die offizielle Premiere. Für viele Lacher, gute Unterhaltung und einen Abend, der wie im Fluge vorbeizieht, sorgt Claassen bereits in Münster.

Sonntag, 30.09.2018, 15:34 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.09.2018, 15:34 Uhr
Jens Heinrich Claassen spielte sich bei der Vorpremiere im Kreativhaus schon mal mit seinem neuen Programm warm.
Jens Heinrich Claassen spielte sich bei der Vorpremiere im Kreativhaus schon mal mit seinem neuen Programm warm. Foto: Eickhoff

Mit ein paar Witzchen wärmt Claassen das Publikum auf. Da antwortet doch, angeblich, der Verkäufer auf seine Frage, was das Brad- Pitt-Poster kosten solle: „Das ist kein Poster, das ist ein Spiegel!“

Claassen erzählt fast beiläufig, aber nicht ohne Stolz, dass er satte 50 Kilogramm abgenommen habe. Tatsächlich kommt Claassen schlank und agil auf die Bühne, das Publikum lobt ihn dafür. Claassen macht Musikcomedy und ist sowohl am Klavier als auch auf der Gitarre ein echter Profi des sicheren Begleitens, auf dem Klavier sogar noch ein bisschen mehr als nur sein eigener Begleiter.

Die Geschichte des Endes einer Beziehung bildet den Rahmen der Show, verliert sich aber leider ein bisschen. Da gibt es den Song vom Porschefahrer, der den neuen Luxuswagen nicht einparken kann. „Ich krieg ihn nicht rein!“, so singt das Publikum, ein klein wenig zotig, laut mit. „The Boxer“ des Duos Simon and Garfunkel bringt der Bühnenakteur unplugged auf der Gitarre, als Reminiszenz an die angebliche Vergangenheit als Straßenmusiker. Das hat er gut drauf. Wenn es das Programm erlaubte, würde man gern noch mehr Cover-Nummern dieser alten Klassiker von ihm hören. Kleine und große Geschichten des täglichen Lebens hat Claassen für das Programm „Ich komm schon klar“ in sanft groovende Musik gesetzt, da ist „Good bye Mett-Igel“ eine unerlässliche Nummer. Im Zuge seiner Diät hat er Mett-Igel aus seinem Leben verbannt, ist Vegetarier geworden

Claassen steigert sich tatsächlich von Nummer zu Nummer, lässt sich später Worte vom Publikum zurufen und improvisiert daraus ein neues Lied. Viel Beifall und eine Zugabe am Ende für zwei Stunden allerbeste Unterhaltung.

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