Theater-Premiere „24 Stunden Münster“
Entdecken, was Münster ausmacht

Münster -

„Theater-Ereignis 2018“: Wann gibt es das schon mal, dass in Münster rund um die Uhr Theater gespielt wird? Die Mitwirkenden – Künstler der Theaterbühnen und der Freien Szene – stehen in den Startlöchern, denn am 2. Oktober wird von 17 Uhr an erstmals jede Stunde eine andere Geschichte gespielt. Ort der Premiere ist das Wolfgang-Borchert-Theater. Hier eine Übersicht:

Montag, 01.10.2018, 18:14 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 01.10.2018, 18:14 Uhr
 Warum spielen? Diese Frage beantwortet das Ensemble zu Beginn des „24h Münster“-Events.Warum spielen? Diese Frage beantwortet das Ensemble zu Beginn des „24h Münster“-Events (Foto oben). Die übrigen Bilder markieren die Stunden Mitternacht, 4, 12 und 13 Uhr (v. u.).
 Warum spielen? Diese Frage beantwortet das Ensemble zu Beginn des „24h Münster“-Events.Warum spielen? Diese Frage beantwortet das Ensemble zu Beginn des „24h Münster“-Events (Foto oben). Die übrigen Bilder markieren die Stunden Mitternacht, 4, 12 und 13 Uhr (v. u.). Foto: Von Seckendorff

 17 Uhr: Warum spielen? Das Opening.

Wer sind sie diese Schauspieler, wo und wie machen sie Theater? Wie verorten sie sich in Münster als Theaterschaffende? Mit welchen Widrigkeiten haben sie zu kämpfen, und wohin wird die Reise das Publikum in diesem 24 Stunden Projekt führen?

18 Uhr: Der wahre Wilsberg

Jetzt ist es also offiziell: Leonard Lansink alias Georg Wilsberg gibt auf. Doch was macht dieser Typ im Wilsberg-Look auf der Bühne?

19 Uhr: Felix. Dann bin ich glücklich!

Eine Stunde über (Trans)Identität, Wahrnehmung und das Spielen von Rollen.

20 Uhr: Up Platt düör de Stadt

In Niederdeutsch nähern sich die Akteure der Niederdeutschen Bühne der besonderen Spezies „Münsteraner“.

21 Uhr: Auf dem Turm

Diese Stunde nähert sich spielerisch einer bemerkenswerten münsterischen Persönlichkeit an: Martje Saljé, der ersten Türmerin von Münster, Lehrerin, Historikerin, Musikerin, Sängerin, Songschreiberin und Bloggerin mit Charme und Witz.

22 Uhr: Immer nach Hause

Die 79-jährige Cordula Kahrmann , geboren in Dorsten, erzählt ihre Geschichte, indem sie ihre Erinnerungen aus der Zeit vor Münster mit den Erfahrungen ihrer Münster-Zeit erzählend in einen Zusammenhang bringt.

23 Uhr: Das Märchen von Prinzessin A

Münster ist ja eigentlich fast das Berlin von NRW: Weltoffen, kulturell, modisch und dabei auch noch gemütlich. Einen kleinen Haken gibt es allerdings bei der Sache...

0 Uhr: Gestern Ich Heute

0.00 Uhr, (c) Ja
Foto: Jan Holtappels

Was hat die Vergangenheit mit uns zu tun? Was passierte zur gleichen Stunde vor 60, 80, 100 Jahren in Münster?

1 Uhr: Hörst Du? Jetzt!

Die Akteure katapultieren jeden einzelnen Zuschauer in der Form eines performativen Fluxus-Oratoriums in den Augenblick.

2 Uhr: Livin‘ in Mocambo

Wenn in den anderen Bars die Lichter ausgehen, geht‘s in der Mocambo Bar erst richtig los!

3 Uhr: Ein Wanderer in Münster

Einer? Viele? Heute? Früher? Je?

4 Uhr: An allen anderen Tagen nicht

4 Uhr (c) B. Ste
Foto: Burkhard Stegl

Wie lebt es sich kurz vor Ende, kurz vor Aufbruch in den neuen Morgen? Eine Bewohnerin des Johannes-Hospizes hat erzählt – über ihr Leben im Angesicht des Todes und vom Glück, im Hospiz sein zu dürfen.

5 Uhr: Reise in die Ewigkeit

Im Namen Gottes für das ganze Leben? Im Kloster sind alle glücklich. Davon ist Schwester Barbara fest überzeugt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten lebt sie in frommer Eintracht mit Gott.

6 Uhr: 15 Grad Nieselregen windstill

Was treibt einen Menschen um 5 Uhr früh bei Nieselregen aus dem Bett? Was ist das für eine Spezies, der MS-Orni – der Münster-Ornithologe? Ein Aus-Flug in die Rieselfelder: einst Kloake, nun Naturschutzgebiet mit Ausblick auf den Müllberg.

7 Uhr: Post Scriptum

Zum gemeinsamen Frühstück vorgelesen, bekommen diese wichtigen Zeilen, gesammelt in Schuhkartons, Kopfkissen und Bücherschränken in Münster, endlich eine Stimme.

8 Uhr: Die Lehrerin und der Nachtwächter

Auf den Spuren von G8-Irrsinn und versteckten Hinterhöfen.

9 Uhr: Flucht und Heimat

10 Uhr: Heimat und Flucht

Der syrische Regisseur und Schauspieler Mohanad Jackmoor und der deutsche Regisseur und Schauspieler Philip Gregor Grüneberg widmen sich in jeweils einer Stunde mit dem Themen Flucht und Heimat.

11 Uhr: Der Ordner

Eine ehemalige Führungskraft aus der IT-Branche, heute erfolgreiche Rednerin, Autorin und Organisationsberaterin, konfrontiert das Publikum mit dem Aufruf: „Münster, wir müssen reden!“ Und zwar über ihren Großvater, von dessen Taten im Dritten Reich sie erst nach seinem Tod erfahren hat.

12 Uhr: Eine Prostituierte aus Münster

12 Uhr, (c) Burk
Foto: Burkhard Stegl

Irgendwo in Münster: Holly ist eine aufregende Persönlichkeit, Verführerin, Begleiterin, Gesellschaftsdame und Dienstleisterin.

13 Uhr: Marc Pierschel

13 Uhr Marc Pier
Foto: Burkhard Stegl

Eine „lecker Performance“, die sich mit dem Theoretiker und Aktivisten, Filmemacher und Autor Marc Pierschel beschäftigt.

14 Uhr: Warum kann Frau Kemper nicht schlafen?

Ein kurzer Einblick in die Welt der Psychologie.

15 Uhr Maseratifotze:

Eine echte Lady, verwöhnt, reich, privilegiert und unabhängig, erklärt sich dem Publikum.

16 Uhr Die ZuschauerInnen:

Das Finale legt den Fokus auf die Zuschauer und Zuschauerinnen.

Die 25. Stunde – Projekte, die verteilt über die 24 Stunden episodisch auftauchen:

► Wir sind nicht der Bremer Platz? Lange mehr geduldet, als geliebt, soll jetzt alles besser werden…

► „Gäste“: Überraschungsgäste kommen im Laufe der 24 Stunden vorbei.

► Zeitreise: Ein Individuum streunt durch Münster...

► Eine Bande von Jugendlichen bekennt Farbe.

Zum Thema

Nächste Runde: 13. Oktober, Kleiner Bühnenboden. Karten: Nur Theaterkasse, Tel.  59 09 100. Hier weitere Informationen.

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