Wolfgang-Borchert-Theater zeigt die Liebesgeschichte „Heisenberg“
Zwei Teilchen verschränken sich

Münster -

Wenn etwas noch größere Geheimnisse birgt als das Weltall, dann ist es die Liebe. Mit dem Stück „Heisenberg“ des preisgekrönten Autors Simon Stephens erzählt das Wolfgang-Borchert-Theater die Geschichte eines schrägen Großstadtpaares.

Mittwoch, 10.10.2018, 14:22 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.10.2018, 14:22 Uhr
Meinhard Zanger verkörpert (mit gefärbten grauen Strähnen) den alten Alex, Ivana Langmajer die 42-jährige Georgie. Beide geraten durch eine Verwechslung aneinander und finden zueinander.
Meinhard Zanger verkörpert (mit gefärbten grauen Strähnen) den alten Alex, Ivana Langmajer die 42-jährige Georgie. Beide geraten durch eine Verwechslung aneinander und finden zueinander. Foto: Tanja Weidner

Wenn etwas noch größere Geheimnisse birgt als das Weltall, dann ist es die Liebe. Mit dem Stück „Heisenberg“ des preisgekrönten Autors Simon Stephens erzählt das Wolfgang-Borchert-Theater die Geschichte eines schrägen Großstadtpaares. Fernab von physikalischen Gleichungen begegnen sich Georgie Burns (Ivana Langmajer) und Alex Priest (Meinhard Zanger). Tanja Weidner inszeniert das Schauspiel mit einem besonderen Blick auf die unerwarteten Momente in zwischenmenschlichen Beziehungen.

So scheinbar unvereinbar wie Quantenphysik und Relativitätstheorie wären auch der alte Metzger Alex und die 42-jährige Georgie. Doch sie küsst ihn auf den Nacken. Eine Verwechslung im Bahnhof. Dieser Zufallsimpuls indes setzt eine Pendelbewegung in Gang, die beide immer enger umeinander wird kreisen lassen bis zum Tango – trotz, vielleicht auch wegen ihrer höchst unterschiedlichen Temperamente und Lebensgeschichten.

Tanja Weidner wird diese „Liebesgeschichte voller Überraschungen“ wie ein klassisches Kammerspiel inszenieren und sieht in der Geschichte ein Mutmacher­stück, das sich Gedanken über die Angst vor Enttäuschungen macht: „Ich finde das Stück unglaublich tröstend, weil es aufmuntert, die eigenen Ängste und Strukturen aufzubrechen.“

Der Titel verweist zwar auf den bedeutenden Physiker Heisenberg, erzählt wird aber Grundmenschliches. Und doch: Im Hintergrund lässt sich wie eine Folie auch die Magie des Kosmos erahnen, in dem sich Teilchen miteinander auf „spukhafte“ Weise (so Albert Einstein) verschränken und eine exakte Bestimmung von Relationen unscharf bleibt.

Nach der New Yorker Uraufführung 2015 folgte die deutsche Erstaufführung 2016 in Düsseldorf. Seitdem zählt „Heisenberg“ zu den beliebtesten Liebesgeschichten auf deutschen Bühnen.

Am 13. Oktober 1978 gab Meinhard Zanger in Köln sein Schauspiel-Debüt als 15-jähriger Maurerlehrling Ludwig in dem Drama Mensch Meier von Franz-Xaver Kroetz. Aus Anlass seines 40-jährigen Bühnenjubiläums übernimmt er nun die Rolle des 75-jährigen Metzgers Alex Priest.

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Die Premiere ist am Donnerstag (11. Oktober) um 20 Uhr im Borchert-Theater, Am Mittelhafen 10. Die nächste Vorstellung am Sonntag (14. Oktober) um 18 Uhr. Karten: ' 40019.

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