Fotoausstellung „Lichtwerk“ der Akademie für Gestaltung
Designer mit Entdeckungshunger

Münster -

Die Chancen auf ein Entkommen stehen schlecht für das fliehende Männchen mit dem Glühbirnenkopf. Von rechts nähert sich eine Hand, bereit zuzugreifen. Wie ein Lasso wickelt sich ein Stromkabel um seinen Holzkörper. Valentin Lis Tischleuchte, Modell „Trouble“, wird auf dem Produktfoto gleich in doppeltem Wortsinn sehr pfiffig eingefangen.

Freitag, 09.11.2018, 17:52 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 17:52 Uhr
Wachhunde: Enzo Sundermanns biometrisch-schablonenhafte Hunde-Porträts begrüßen die Besucher in der Akademie für Gestaltung.
Wachhunde: Enzo Sundermanns biometrisch-schablonenhafte Hunde-Porträts begrüßen die Besucher in der Akademie für Gestaltung. Foto: Wolfgang A. Müller

Es ist eines von über 100 vielfältigen Exponaten, die Studierende des fünften Semesters an der Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer Münster für die Ausstellung „Lichtwerk“ auf Haus Kump zusammengestellt haben. Im generalistischen, handwerklich ausgerichteten Design-Studium steht Fotografie als „ein Fach unter weiteren“, erläutert Dozent Manfred Heilemann schmunzelnd: „Wir werden keine Fotografen, sondern Leute, die gut fotografieren können.“

Diese Ausbildung vollzieht sich in unterschiedlichen Zusammenhängen, die auch die von den Studierenden komplett in Eigenregie konzipierte und organisierte jährliche Ausstellung widerspiegelt. Einen Schwerpunkt bildet die ebenso funktionale wie originelle und dabei stets ästhetische Produktfotografie eigener Objekte von Mobiliar bis Accessoires.

Landschafts- und Architekturaufnahmen mit ungewöhnlichen Perspektiven und Ausschnitten sowie künstlerisch freie Gestaltungen nehmen einen breiten Raum ein. In letztere Kategorie fallen etwa Enzo Sundermanns biometrisch-schablonenhafte Hunde-Porträts, die den Besucher beim Betreten des Untergeschosses regelrecht fixieren. André Stadlers knallbunte Platte bemalter Früchte wiederum hinterfragt die gängige Präsentation und Wahrnehmung von Lebensmitteln.

Das Ausstellungsdesign, die thematischen Arrangements, die kontextorientierte, oft stimmungsvolle Hängung und die Kataloggestaltung verraten nicht nur ein beachtliches Gespür und Sorgfalt der „Lichtwerk“-Macher, sondern auch eine fabelhaft in einander greifende Teamarbeit der 36 Fotografen, die vor allem eines sind: Designer mit Entdeckungshunger.

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Die Ausstellung ist auf Haus Kump, Mecklenbecker Straße 252, die nächsten zwölf Monate zu sehen. Gruppen ab 10 Personen können einen Termin für eine Führung vereinbaren: ' 705 14 63.

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