Das Land NRW vergibt in Münster Förderpreise an junge Künstler
„Frei und aus sich selbst heraus wirken“

Münster -

Drei große Leuchtbuchstaben vor dem Museumseingang: NRW in Grün-Rot-Weiß. Farben, die auch an den Foyer-Wänden des LWL-Museums für Kunst und Kulturgeschichte emporleuchteten am Montagabend, als in Münster zum inzwischen dritten Mal die Förderpreise des Landes Nordrhein-Westfalen an 17 junge Künstlerinnen und Künstler vergeben wurden.

Dienstag, 27.11.2018, 16:36 Uhr
Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (2. v. r. vorne) mit 14 der 17 Förderpreisträger.
Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (2. v. r. vorne) mit 14 der 17 Förderpreisträger. Foto: pn

Ob indes die sieben Preissparten noch der aktuellen künstlerischen Praxis entsprächen, diese Frage reichte Isabel Pfeiffer-Poensgen, die Ministerin für Kultur und Wissenschaften des Landes NRW, gleich an die Künstler weiter. Schließlich sei die Interdisziplinarität „ein starkes Thema in der Kunst im Moment“, so die Ministerin – und bezog sich damit auch auf den Rundgang durch die aktuelle „ Bauhaus“-Ausstellung, mit dem der Abend begonnen hatte. Die einst vor den Nazis nach Amerika emigrierten Bauhaus-Künstler hätten, dies zeige die Schau, auch über Spartengrenzen hinweg gearbeitet.

Hatte Dr. Hermann Arnhold als Direktor des Landesmuseums und Gastgeber des Abends zuvor bereits deutlich gemacht, wie wichtig die Förderung junger Künstler aus NRW sei, deren Arbeit heute immer öfter international betrachtet werde, so erklärte Pfeiffer-Poensgen, dass die Landesregierung den Kulturetat in dem kommenden Jahren sogar noch „ganz schön anheben“ wolle. Der mit jeweils 7500 Euro dotierte Förderpreis, so die Ministerin, solle die Preisträger unterstützen, „frei und aus sich selbst heraus zu wirken“, sich weiterzubilden und ihr Werk in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Der seit dem Jahr 1957 vergebene Preis, der laut Pfeiffer-Poensgen auch so prominenten Künstlern wie der Choreografin Pina Bausch oder dem Lichtkünstler Mischa Kuball den Weg ebnete, „wäre keine solche Erfolgsgeschichte, wenn nicht immer wieder mit sicherem Gespür Talente entdeckt würden“, sagte die Ministerin auch in Richtung der Fachjuroren. Wie recht sie hatte, bewiesen die Videoarbeit von Mario Simon und die Darbietung zweier Brecht-Weill-Lieder durch Sängerin Marissa Möller, beide 2017 ausgezeichnet. Evgenii Sviridov, Preisträger 2018, spielte Bachs „Loure und Gigue“ für Violine.

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