Jugendorchester Havixbeck und Sandmalerin in St. Stephanus
Von der Krippe in die Antarktis

Münster -

Bis weit über das Münsterland hinaus genießt das Jugendorchester Havixbeck einen hervorragenden Ruf. Pastor Thomas Laufmöller hieß am Freitagabend Publikum, die Solisten Merle Fuchs (Harfe) und Julia Henrichmann (Klarinette), Sandmalerin Elena Handel, und das große Ensemble unter der bewährten Leitung von Rainer Becker in der St. Stephanuskirche in Aaseestadt willkommen.

Sonntag, 30.12.2018, 15:52 Uhr
Das Jugendorchester Havixbeck und die Sandmalerin Elena Handel in der Stephanuskirche.
Das Jugendorchester Havixbeck und die Sandmalerin Elena Handel in der Stephanuskirche. Foto: Coppel

Auf dem Programm standen Blasorchester-Arrangements weihnachtlichen Liedguts, sinfonische Blasmusiksätze und einzelne Stücke aus Solokonzerten.

Nach den anfänglichen beiden Sätzen „Veni Immanuel“ des britischen Zeitgenossen Philip Sparke und „Cantique de Jean Racine“ op. 11 des französischen Romantikers Gabriel Fauré kehrte mit „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Zu Bethlehem geboren“ weihnachtliches Liedgut ins Gotteshaus ein, sinfonisch filigran arrangiert. Elena Handel beeindruckte derweil das Publikum mit ihrer Sandmal-Show. In Windeseile schuf die Havixbeckerin weihnachtliche Krippenmotive auf einem Leuchttisch neben dem Orchester, um sie gleich wieder verschwinden oder daraus neue Bilder entstehen zu lassen. Per Videoübertragung auf eine große Leinwand wurde dies zu einem atemberaubenden, Erlebnis.

Harfenistin Merle Fuchs faszinierte mit ihren zarten, strahlend-perlenden Arpeggien. Der dritte Satz, „Allegro“ aus dem „Concerto Pour Harpe“ des Franzosen Serge Lancen erinnert an große Hollywood-Filmmusik.

Klarinettistin Julia Henrichmann überzeugte in der Solokadenz von Alfred Reeds „Rahoon“ aus „A Rhapsody for Solo Clarinet and Band“ mit perfekter Technik und starkem Ausdruck. Handel zauberte Sandberge, Pinguine und Robben aus Sand zu den sinfonischen Klängen von Carl Wittrocks „Antarctica“ auf die Leinwand.

Die Akteure unter der Gesamtleitung von Rainer Becker ernteten nach knapp eineinhalb Stunden stehende Ovationen.

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