Die neue Saison in Konzert, Tanz und Jungem Theater
Der kleine Prinz darf tanzen

Münster -

„An einem solchen Jubiläum kommt man einfach nicht vorbei“, sagt Münsters Generalmusikdirektor Golo Berg – und kann diesen Satz gleich doppelt verwenden. Denn einerseits reichen die Konzerte zum 100-jährigen Bestehen des Sinfonieorchesters sowie der Musikschule und Musikhochschule Münster auch noch in die Spielzeit 2019/20 hinein. Und andererseits gilt es, 2020 einen der größten deutschen Komponisten zu feiern, dessen Geburtstag sich zum 250. Mal jährt: Ludwig van Beethoven.

Donnerstag, 07.03.2019, 18:32 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 16:34 Uhr
Münsters Generalmusikdirektor Golo Berg
Münsters Generalmusikdirektor Golo Berg Foto: Gunnar A. Pier

Aus den Münster-Jubiläumskonzerten sticht das zweite (29. Oktober) heraus. Nicht nur, weil es eine Kooperation mit dem gleichaltrigen Osnabrücker Symphonieorchester bietet. Sondern, weil die Münster-Linie mit einer Suite des hier begrabenen Originals Moondog fortgeführt wird und sich dann ein Werk von Heiner Goebbels anschließt, das die Soul-Sängerin Jocelyn B. Smith und den Vokal-Akrobaten David Moss als Solisten präsentiert.

Die Sinfonien Beethovens hat ja Bergs Vorgänger Fabrizio Ventura zyklisch aufgeführt – deshalb gibt es im Jubeljahr nur noch die Siebte, kombiniert mit einem Stück John Coriglianos, das den langsamen Satz Beethovens verarbeitet. Es ist am 14. Januar der Auftakt zu einer Reihe von Werken, „die sich mit Beethoven auseinandersetzen“, so Golo Berg . Oder zu vernachlässigten Beethoven-Stücken wie der Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus“, zu der heute kein Ensemble mehr tanzt, wie Berg bei der Programmvorstellung von seinem Sitznachbarn bestätigt bekommt, dem münsterschen Tanztheaterchef Hans Henning Paar. „Schade um die originelle Musik“, meint Berg und holt sie deshalb ins Konzert.

Choreograf Hans Henning Paar setzt musikalisch in der neuen Saison auf neue Stücke: Ein Werk zu Bildern von Hieronymus Bosch entsteht gerade erst. Paars älteste Musik stammt vom französischen Querkopf Erik Satie und wird ab 27. März 2020 einen Tanzabend prägen, der den berühmten „Kleinen Prinz“ porträtiert. „Erstmals bietet wir ein Stück für Kinder und Erwachsene, sozusagen von 5 bis 105“, verspricht Paar, der die Saison am 18. Oktober mit einer „Medea“ seines Kollegen Thomas Noone eröffnet und am 11. Januar 2020 unter dem Titel „Der himmlische Spiegel“ seine eigenen Gedanken zu Hieronymus Boschs „Garten der Lüste“ in getanzte Formen bringt.

Das Theater Münster in Bildern

1/38
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus "Gloria".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater um 1956

    Foto: Erwin Schwarzer (Wiesbaden), Städtische Bühnen Münster
  • Götz Alsmann beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus dem Stück "Gloria"

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater von außen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Generalmusikdirektor Golo Berg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 30. März 2013 ist der Sänger Tim Fischer mit seinem Programm "Zarah ohne Kleid" zu Gast im Großen Haus des Theaters Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Podiumsdiskussion am 29. April 2013 im Kleinen Haus des Theaters Münster zum Auftakt der Diskussionsreihe "Wie viel Kultur braucht eine Stadt - und wozu?" (von links): Kathrin Tiedemann (Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Forum Freies Theater, Düsseldorf), Prof. Dr. Ulrike Haß (Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft,
    Ruhr-Universität Bochum), Prof. Ulrich Khuon (Intendant des Deutschen Theaters Berlin/Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein), Stefan Keim (Westdeutscher Rundfunk/WDR, Köln), Dr. Hans-Georg Küppers (Kulturreferent der Stadt München/Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags), Matthias Lückertz (Vorsitzender der Kaufmannschaft Münster/Vorsitzender der »Initiative Starke Innenstadt Münster e.V.«) und Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Direktor der Katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus, Münster/ MDL).

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 20. Mai 2013 geben Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys ein Konzert im Theater Münster, Großes Haus. Das Programm trägt den Titel "Musik für schwache Stunden...".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2015.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 22. Oktober 2015 ist Frank Goosen mit dem Programm "Durst und Heimweh - Geschichten von unterwegs" zu Gast im Kleinen Haus des Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 24. Oktober 2015 ist Ulrike Kriener mit dem Programm "Und wenn es Liebe wär'..." im Kleinen Haus des Theaters Münster zu Gast.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nur noch Formsache waren im August 2015 die Unterschriften unter dem Vertrag: Bis Ende der Spielzeit 2021/22 bleibt Dr. Ulrich Peters (l.) Generalintendant in Münster. 

    Foto: Presseamt Münster/ MünsterView / Witte
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Atzorn liest mit Angelika Atzorn "Arthur und Adele", Kleines Haus im Theater Münster am 10. Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thorsten Schmid-Kapfenburg, 2. Kapellmeister am Theater Münster,

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dr. Ulrich Peters beim Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017. Hintere Reihe v.l. Intendant Dr. Ulrich Peters, Schauspieldirektor Frank Behnke, Julia Dina Hesse (Leiterin Junges Theater), Generalmusikdirektor Golo Berg (ab Saison 2017/18)
    Vordere Reihe v. l. Hans Henning Paar (Künstlerischer Leiter Tanztheater), Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann, Operndirektorin Susanne Ablass

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Stefan Veselka, 1. Kapellmeister am Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude um 1956.

    Foto: © Stadtmuseum Münster, Sammlung Heller
  • Linn Sanders (oben), Bálint Tóth, Carolin Wirth in "Ronja Räubertochter".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Claudia Hübschmann, Linn Sanders, Andrea Spicher in "Demut vor deinen Taten, Baby".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Ilja Harjes und Hubertus Hartmann in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Christian Bo Salle und Bálint Tóth, Statisterie in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Mirko Roschkowski, Gregor Dalal und Sebastian Campione in "Der Freischütz".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Oliver Berg
  • Foto: Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez und Keelan Whitmore in "Back, Immortalis".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster

Für das Junge Theater Münster hat dessen Leiter Frank Röpke ein ganzes Füllhorn von Stücken zu bieten, von „Nass“ für die Kleinsten (ab zwei Jahren) bis hin zu einer Koproduktion mit dem „großen“ Schauspielensemble: Gemeinsam bringen sie Theodor Fontanes berühmteste Heldin „Effi Briest“ auf die Bühne des Kleinen Hauses (6. März 2020). Röpke und Intendant Ulrich Peters sind stolz auf diese Durchlässigkeit der Sparten.

Peters übrigens erinnert an ein weiteres Jubiläum. Nicht Beethoven, nicht Fontane (200. Geburtstag), sondern die Niederdeutsche Bühne: Auch sie wird 100 Jahre alt und nimmt sich einen Shakespeare vor: „En Midsummernachtsdraum“. Hannes Demming hat den Sommernachtstraum übersetzt (29. November).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6456004?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F646285%2F
WWU Baskets flambieren auch die Bayern-Talente
Wild entschlossen und unwiderstehlich: Jojo Cooper (l.) lässt sich auf dem Weg zum Korb auch nicht durch Bayern-Spieler Jacob Knauf aufhalten.
Nachrichten-Ticker