Kunstakademie gastiert im Kunsthaus Kannen
Ein Gespräch von der Rolle

Münster -

Ein rollendes Gesprächsprotokoll in einem analogen Whatsapp-Comic, ein Campus in Kugel-Stadien und weltberühmte Gemälde mit Zielscheiben-Kringel – „Wellenlänge“ ist klein, aber vielfältig.

Dienstag, 19.03.2019, 19:00 Uhr
Künstlerin Michelle Tophinke hat sich mit dem Künstler Klaus Mücke unterhalten und in rasantem Tempo comicartig ein Gesprächsprotokoll erstellt, das sich nun langsam abrollen und betrachten lässt.
Künstlerin Michelle Tophinke hat sich mit dem Künstler Klaus Mücke unterhalten und in rasantem Tempo comicartig ein Gesprächsprotokoll erstellt, das sich nun langsam abrollen und betrachten lässt. Foto: Gerhard H. Kock

Ein rollendes Gesprächsprotokoll in einem analogen Whatsapp-Comic, ein Campus in Kugel-Stadien und weltberühmte Gemälde mit Zielscheiben-Kringel – „Wellenlänge“ ist klein, aber vielfältig. Die Werkausstellung im Kunsthaus Kannen zeigt den kreativen Dialog zwischen elf Studierenden der Kunstakademie Münster mit den Bewohnern im Alexianer .

Kunstakademie im Kunsthaus Kannen

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  • Foto: Gerhard H. Kock
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Im Rahmen des Seminars „Kunst und Psychiatrie“ von Lisa Inckmann an der Kunstakademie wurde die Kunst im sozialen Kontext der Psychiatrie betrachtet. Die Studierenden hatten die Möglichkeit, sich mit ihren Erfahrungen im Kontakt mit psychisch oder geistig behinderten Personen oder ihren Werken auseinanderzusetzen. Besteht eine Wellenlänge zwischen der Kunst und der Psychia­trie? Antworten werden in der Ausstellung gegeben.

Die Wellen kreuzen sich, laufen parallel und ineinander. Kerstin Hochhaus greift die Bildsprache ihres Künstlerkollegen Klaus Mücke von Haus Kannen auf. Seine Kreise hat die Kunststudentin auf Fotografien von Personen oder Skulpturen sowie Gemälde von Goya oder Velazquez gezeichnet: Die aufgemalten Kringel wirken wie antike Masken – fokussieren, demaskieren.

Zoe Eberl legt dem Betrachter eine Reihe Ton-Kugeln in unterschiedlicher Größe und Offenheit vor: von hermetisch geschlossen bis blühend geöffnet – eine Metapher für das Haus der Alexianer mit seinen besonderen Bewohnern.

Adrian Ferdinand hat eine Bewohnerin fotografisch begleitet. Er stellt einen Sandkasten voller Spielsachen und einen Aschenbecher voller Kippen übereinander – ein Symbol für das Spannungsfeld von Kindlichkeit und Erwachsenheit. Tamara Malcher und Lea Wächter haben mit zwei Frauen einer „Tagesstruktur“-Wohnhilfe zusammengearbeitet. In den daraus entstandenen Blättern verschmelzen die Welten, die Autorenschaft bleibt offen. Haakon Neubert zitiert markante Motive der Kannen-Künstler und fügt sie zu einem Gemälde zusammen.

Hannah Kons hat die Farbskala von Alfred Olschweski in eine sich skulptural windende Strickarbeit übertragen. In Anne Hübeckers Gemälde steht eine Frau wie zwischen Mauern, in einem Himmel dunkler Wolken scheint sich der Kopf zu verlieren. Michelle Tophinke hat in rasantem Tempo ein Gespräch mit Klaus Mücke künstlerisch protokolliert.

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Die Ausstellung ist bis zum 31. März im Kunsthaus Kannen, Alexianerweg 9, zu sehen. Zur Finissage am Mittwoch (27. März) von 13 bis 14 Uhr findet ein Abschlussgespräch mit den Kunst-Studierenden statt. Der Eintritt ist wie immer frei.

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