Schüler-Kunst
Hühner hören Droste-Hülshoff

Münster -

Sie haben Manga auf Gedichte treffen lassen, Verse mit Bildern übermalt und Reclam-Hefte verbrannt: Für das Kunstprojekt „Präzise Poesie“ sind die Schüler des Leistungskurses Kunst aus der Q1 des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium kreativ geworden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Freitag, 10.05.2019, 22:00 Uhr
Wie begegnest du Annette? Der Leistungskursus Kunst hat sich mit einem Gedichtband der Droste-Hülshoff beschäftigt.
Wie begegnest du Annette? Der Leistungskursus Kunst hat sich mit einem Gedichtband der Droste-Hülshoff beschäftigt. Foto: era

Verbrannte Heftseiten, ein Manga mit Versen von Annette von Droste-Hülshoff und Hühner, denen Gedichte der berühmten Dichterin vorgelesen werden: Die Schüler des Leistungskurses Kunst aus der Q1 des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums haben bei ihrem Projekt „Präzise Poesie“ verschiedene Formen der Konzeptkunst umgesetzt und eine Ausstellung dazu konzipiert.

Den Ausgangspunkt bildete ein gelbes Reclam-Heftchen mit dem Titel „Gedichte“ von Annette von Droste-Hülshoff. Seit den Herbstferien haben sich die 24 Schüler, von denen sieben vom Wilhelm-Hittorf-Gymnasium kommen, damit beschäftigt. Was die Schüler aus dem Reclam-Heft gestalten, durften sie selbst entscheiden, erklärt Künstler Ruppe Koselleck . Er hat das Projekt gemeinsam mit Künstlerin Susanne von Bülow und Kunstlehrerin Martina Paravicini geleitet: „Jeder konnte mit diesem Band tun und lassen, was er wollte.“

Schüler nutzen ihre Freiheit aus

Die Freiheit nutzten die Schüler des Leistungskurses Kunst der Q1 aus – und wurden kreativ. „Ich bin teilweise neidisch geworden, auf was für Ideen sie gekommen sind und wie sie das teilweise technisch umgesetzt haben“, sagt Koselleck. Er und von Bülow haben den Schülern bei mehreren Atelierbesuchen die Druckgrafik nähergebracht. In Gemeinschaftsarbeit stellten jeweils vier Schüler einen Druck her. Hinzu kommen viele Einzelarbeiten.

„Präzise Poesie“: Ausstellung von Schüler-Kunst zu Annette von Droste-Hülshoff

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  • Verbrannte Hefte: Kim Murtagh und Alexandra Litke haben die Asche und die angekokelten Seiten ausgestellt. Den Ausgangspunkt des Schulprojektes „Präzise Poesie“ bildete das Reclam-Heft „Gedichte“ von Annette von Droste-Hülshoff.

    Foto: Vera Szybalski
  • Aus den Heften durften die 24 Schüler des Leistungskurses Kunst aus der Q1 des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums gestalten, was sie wollten. Emily Broll übermalte den Text an einigen Stellen kunstvoll.

    Foto: Vera Szybalski
  • Das Familienwappen von Droste-Hülshoff mal anders: Mina Noack hat fast bis zur letzten Minute an ihrem Werk gefeilt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Aus den Seiten des Reclam-Heftes hat sie das Familienwappen von Droste-Hülshoff nachgebildet.

    Foto: Vera Szybalski
  • Annette poppt: Greta hat aus den Buchseiten eine Schale für Popcorn hergestellt.

    Foto: Vera Szybalski
  • Wenn Manga auf Gedicht trifft: Moses Busch hat in einem Manga einige Sprechblasen-Texte durch Verse aus dem Gedichtband von Droste-Hülshoff ersetzt.

    Foto: Vera Szybalski
  • Einige Schüler haben wie Maxime Kutzera das Heft in seiner äußeren Form behalten, die Seiten aber neu gestaltet.

    Foto: Vera Szybalski
  • Am Tag der Ausstellungseröffnung hat Mina Noack noch schnell eine Idee umgesetzt, die sie schon einige Zeit mit sich herumtrug: Sie fertigte eine kleine Urkunde an. Darauf zu sehen ist ein Brief an Annette von Droste-Hülshoff, indem sie ihre Hoffnung auf eine gute „Zusammenarbeit“ ausdrückt.

    Foto: Vera Szybalski
  • Künstler Ruppe Koselleck hat das Projekt gemeinsam mit Künstlerin Susanne von Bülow und Kunstlehrerin Martina Paravicini geleitet. Es wurde von dem Landesprogramm „Kultur und Schule“, dem Förderverein des Annette-Gymnasiums und der Ateliergemeinschaft Schulstraße unterstützt.

    Foto: Vera Szybalski
  • Wer an der Kurbel dreht, dass sich hinter der Vorderseite des Reclam-Heftes keine Seiten, sondern ein Bild versteckt. Lennart Winterkemper lenkt damit den Blick auf die Bilder, die beim Lesen der Gedichte im Kopf entstehen.

    Foto: Vera Szybalski
  • Eine Annette aus Annette: Kim Murtagh und Alexandra Litke haben mit der Asche eines verbrannten Reclam-Heftes ein Porträt von Droste-Hülshoff gezeichnet.

    Foto: Vera Szybalski
  • Seit den Herbstferien haben sich die Schüler des Leistungskurses Kunst mit der Namensgeberin ihrer Schule beschäftigt. Von den 24 Schülern kommen sieben vom Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, das mit dem Annette-Gymnasium kooperiert.

    Foto: Vera Szybalski

Wie die von Mina Noack. Aus den Seiten des Reclam-Heftes hat sie das Familienwappen von Droste-Hülshoff inklusive Fisch mit Flügeln, Fischreuse und Krone nachgebildet. Clara Moser hat ein Video gedreht, das sie zeigt, während sie Hühnern die Gedichte vorträgt. Kim Murtagh und Alexandra Litke haben „eine Annette aus der Annette gemacht“, wie sie sagen. Die beiden Schülerinnen haben zwei Reclam-Hefte verbrannt und zum einen die angekokelten Seiten ausgestellt. Zum anderen haben sie mit der Asche ein Porträt von Droste-Hülshoff gezeichnet.

Wenn Manga auf Gedicht trifft

Lennart Winterkemper lenkt den Blick auf die Bilder, die beim Lesen der Gedichte im Kopf entstehen. Er hat eine Kurbel gebastelt, mit der der Heft-Deckel angehoben werden kann. Auf der Rückseite erscheint kein Text, sondern ein Bild. Den Gegensatz von wortreichen Gedichten und bildreichen Mangas hat Moses Busch aufgegriffen. Er hat die Sprechblasen-Texte im Manga mit Versen von Droste-Hülshoff ersetzt.

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Die Ausstellung „Präzise Poesie“ ist bis zum Dienstag (14. Mai) im Foyer der Ateliergemeinschaft Schulstraße zu sehen. Öffnungszeiten auf Anfrage: ruppe@koselleck.de.

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