Jubiläums-Open-Air von „100 Jahre Münster Musik“ auf dem Prinzipalmarkt
Pfingsten darf jeder mitsingen

Münster -

„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.“ Dieses Pfingsten ist Münster der Ort und der Prinzipalmarkt das Haus.

Montag, 03.06.2019, 23:25 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 00:00 Uhr
Stellten das Programm vor (v. l.): Cornelia Wilkens (Kulturdezernentin), Golo Berg (Generalmusikdirektor), Dr. Heiko Winkler (Freunde des Sinfonieorchesters, Friedrun Vollmer (Musikschule), Frank Knura (Stiftung der Sparkasse), Prof. Dr. Johannes Wessels (Universität), Annette Rieke-Baumeister (Förderverein der Musikhochschule) und Prof. Stephan Froleyks (Musikhochschule).
Stellten das Programm vor (v. l.): Cornelia Wilkens (Kulturdezernentin), Golo Berg (Generalmusikdirektor), Dr. Heiko Winkler (Freunde des Sinfonieorchesters, Friedrun Vollmer (Musikschule), Frank Knura (Stiftung der Sparkasse), Prof. Dr. Johannes Wessels (Universität), Annette Rieke-Baumeister (Förderverein der Musikhochschule) und Prof. Stephan Froleyks (Musikhochschule). Foto: Oliver Werner

„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.“ Dieses Pfingsten ist Münster der Ort und der Prinzipalmarkt das Haus. Und es dürfte niemanden wundern, wenn zur Feier von „100 Jahre Münster Musik “ im Wohnzimmer der Stadt tausende Zungen zu singen beginnen. Denn alle Bürger sind eingeladen: Zum Hören. Und zum Mitsingen!

Münsters drei Musik-Institutionen wurden vor 100 Jahren gegründet und feiern dies das ganze Jahr – zu Pfingsten gibt es den Höhepunkt für jedermann. Von Samstag bis Pfingstmontag wird vor St. Lamberti die bislang größte Bühne stehen, die die Stadt- und Marktkirche bislang gesehen hat. Der Prinzipalmarkt wird drei Tage lang zum Konzertsaal der Stadt: open air und Eintritt frei.

Zu hören sein werden mindestens rund 1000 Aktive – Profis, Studierende und die bereits gut 500 Münsteraner, die sich bislang für das große Singen am Sonntagabend offiziell angemeldet haben. Weitere Anmeldungen sind jederzeit möglich (und für diejenigen notwendig, die nach der Probe eine Suppe möchten), und auch am Sonntag können singfreudige Menschen spontan einsteigen, um gemeinsam Carl Orffs „Carmina Burana“ zu singen. Das Ziel eines solchen „Scratch-Konzertes“ ist es, innerhalb eines Tages ein Werk einzustudieren – und zwar mit Laien.

Die weiteren Konzerte (siehe Kasten) zeichnen sich durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Musikinstitutionen aus. Gleich zum Auftakt am Samstag werden die Bläser der Musikschule, Hochschule, des Sinfonieorchesters und Paulinums für pfingstgerechtes Brausen sorgen. Die Musikhochschule wird an den Tagen vorwiegend Populäres auf die Bühne bringen – von drei Mal „Best of Pop“ am Samstag bis zu „Blockbuster“-Filmmusiken am Montagabend. Und von den vier Musikschulvereinen präsentieren sich Albachten und Nienberge.

Um einmal die Reichweite der Musikstadt Münster zu verdeutlichen: An den Musikschulen Münsters lernen 10 000 vorwiegend junge, aber auch ältere Musiker. Hinzuzuzählen sind die vielen Profi-Musiker, Musikstudierenden und Konzertbesucher sowieso. Wenn die alle kommen und noch Familie und Freunde mitbringen . . ., gut, dass der Prinzipalmarkt so groß ist. Und derzeit ist die Wetterprognose gut.

Diesen verbindenden Gemeinschaftsaspekt betont auch Golo Berg. Der Generalmusikdirektor verweist darauf, dass Münsters Musik-Institutionen nach dem Ersten Weltkrieg gegründet wurden, weil man der Musik eine verbindende Kraft zutraute. Und das sei auch heute noch so. „Wir fordern die Münsteraner auf, mit uns Musik zu machen. Nur keine Hemmungen!“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6664630?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F646285%2F
Schulministerin stellt neue Unterrichtstandards vor
Inklusion: Schulministerin stellt neue Unterrichtstandards vor
Nachrichten-Ticker